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Auftragseingang zieht bei Elektroindustrie wieder leicht an

| Redakteur: Sariana Kunze

Im Dezember letzten Jahres zogen die Bestellung in der Elektroindustrie wieder an.
Im Dezember letzten Jahres zogen die Bestellung in der Elektroindustrie wieder an. (Bild: ZVEI)

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Nach mehreren flauen Monaten hat die deutsche Elektroindustrie im Dezember des vergangenen Jahres wieder 2,7 Prozent mehr Bestellungen erhalten als ein Jahr zuvor.

Die Elektroindustrie konnte laut ZVEI im Dezember des vergangenen Jahres eine positive Entwicklung der Auftragseingänge verzeichnen. Während die Inlandsaufträge um 4,2 Prozent fielen, stiegen die Auslandsaufträge kräftig um 8,6 Prozent. Kunden aus der Eurozone steigerten ihre Orders um 20,3 Prozent und damit deutlich stärker als Kunden aus Drittländern, die 2,6 Prozent mehr bestellten. „Im gesamten Jahr 2016 blieben die Auftragseingänge 1,0 Prozent hinter ihrem Vorjahreswert zurück“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann und ergänzte: „Letzterer hatte allerdings auch in hohem Maße von Großaufträgen profitiert.“

Für 2017 nur minimales Wachstum in Sicht

Die kumulierten Bestellungen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland lagen im vergangenen Jahr jeweils 1,0 Prozent unter denen im Jahr 2015. Aus dem Euroraum gingen 2016 1,0 Prozent mehr und aus Drittländern 2,2 Prozent weniger Bestellungen ein als im Jahr davor. Die reale, um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektroindustrie blieb im Dezember 2016 um 3,5 Prozent unter ihrem entsprechenden Vorjahreslevel. „Somit wuchs der Branchenoutput im gesamten Jahr 2016 um 1,0 Prozent“, so Dr. Gontermann. „Für dieses Jahr geht der ZVEI von einem preisbereinigten Produktionswachstum von 1,5 Prozent aus.“

Erlöse der Elektroindustrie gesunken

Nach dem leichten Zuwachs im November haben die Erlöse der heimischen Elektrofirmen im Dezember 2016 um 1,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf 16 Mrd. Euro nachgegeben. Der Inlandsumsatz ging mit minus 0,5 Prozent auf 7,7 Mrd. Euro weniger stark zurück als der Auslandsumsatz mit minus 2,9 Prozent auf 8,3 Mrd. Euro. Während die Geschäfte mit Kunden aus dem Euroraum um 15,8 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro sanken, gab es im Geschäft mit Drittländern ein Plus von 5,3 Prozent auf 5,5 Mrd. Euro. Im gesamten vergangenen Jahr konnten die Branchenerlöse um 400 Mio. auf 178,6 Mrd. Euro zulegen. Der Inlandsumsatz belief sich auf 87,0 Mrd. Euro (+0,3 Prozent) und der Auslandsumsatz auf 91,6 Mrd. Euro (+0,1 Prozent). Mit Partnern aus dem Euroraum gab es einen Rückgang der Geschäfte um 2,9 Prozent auf 33,3 Mrd. Euro, mit Drittländern dagegen einen Anstieg um 1,9 Prozent auf 58,3 Mrd. Euro.

Trotz vieler wirtschaftlicher Unsicherheiten ist das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie auch im Januar 2017 leicht gestiegen. „Zwar fiel die Beurteilung der aktuellen Lage etwas ungünstiger aus als im Vormonat, dafür zogen die allgemeinen Geschäftserwartungen deutlich an“, sagte Dr. Gontermann.

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