Erweiterte Realität

Augmented Reality wird fotorealistisch

| Autor / Redakteur: Friederike Meyer zu Tittingdorf / Sariana Kunze

Pokémon Go hat Augmented Reality alltagstauglich gemacht. Jetzt ist die Forschung noch einen Schritt weiter: Augmented Reality wird fotorealistisch.
Pokémon Go hat Augmented Reality alltagstauglich gemacht. Jetzt ist die Forschung noch einen Schritt weiter: Augmented Reality wird fotorealistisch. (Bild: gemeinfrei / CC0)

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Augmented Reality ist durch das Handyspiel Pokémon Go im Alltag angekommen. Bilder oder Videos von einer realen Umgebung werden dabei mit Informationen angereichert. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Informatik haben nun eine Software entwickelt, mit deren Hilfe sich Informationen so fotorealistisch verändern lassen, dass der Unterschied zur realen Aufnahme nicht mehr erkennbar ist.

Pokémon Go, ein Spiel für Mobilgeräte wie Smartphone und Tabletcomputer, hat der Technologie Augmented Reality einen großen Schub gegeben. Informatiker aus Saarbrücken heben diese Technologie nun auf eine neue Qualitätsstufe, indem sie nicht mehr das reale, digitale Bild mit visuellen Informationen überlagern, sondern das Bild realitätsgetreu verändern. „Den Farbwert, den eine Kamera während der Aufnahme einzelnen Bildpunkten, sogenannten Pixeln, zuordnet, ist, etwas vereinfacht gesagt, immer das Produkt aus Reflexion und Beleuchtung“, erklärt Christian Theobalt, Leiter einer Forschergruppe am Saarbrücker Max-Planck-Institut für Informatik und Informatik-Professor der Universität des Saarlandes. „Das Problem ist jedoch, dass die beiden Komponenten dieser Rechnung nur indirekt im Bild enthalten sind und damit nicht messbar sind“, so Theobalt.

Software schafft fotorealistisch in Echtzeit

Augmented Reality-Software kann in Echtzeit Farben und Reflexionen in einer Videoszene verändern.
Augmented Reality-Software kann in Echtzeit Farben und Reflexionen in einer Videoszene verändern. (Bild: MPI)

Zusammen mit den beiden Max-Planck-Forschern Abhimitra Meka und Michael Zollhöfer sowie Christian Richardt, der an der University of Bath arbeitet, löst er dieses Problem auf besondere Weise. Die von den Forschern entwickelte Software schafft dies sogar in Echtzeit für jedes Pixel eines Bildes fotorealistisch darzustellen. Der Aufbau des Demonstrators ist einfach: Eine junge Frau steht in einem Raum vor einem fahrbaren Whiteboard und einer großen Pflanze. Sie trägt ein rotes T-Shirt mit einem breiten, weißen Schriftzug. Eine Webcam filmt sie, auf dem Bildschirm des angeschlossenen Monitors ist das T-Shirt jedoch in Blau und damit in einer völlig anderen Farbe zu sehen. Es ist der einzige Unterschied, der zwischen der Szene im Raum und der Szene auf dem Bildschirm zu erkennen ist.

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