Open Computing

Autonomer Rinspeed Σtos hat die Harting Mica an Bord

| Autor: Sariana Kunze

Die Zukunft des Fahrens: Rinspeed zeigt mit dem selbstfahrenden und mit einer Drohne ausgestatteten Concept Car „Σtos“ die Möglichkeiten, aber auch Fragen der Automobilen-Zukunft auf.
Die Zukunft des Fahrens: Rinspeed zeigt mit dem selbstfahrenden und mit einer Drohne ausgestatteten Concept Car „Σtos“ die Möglichkeiten, aber auch Fragen der Automobilen-Zukunft auf. (Rinspeed Etos)

Mit dem Concept Car Σtos stellt die Schweizer Automobilschmiede Rinspeed die Zukunft des autonomen Fahrens vor. Ein persönlicher Autopilot, eine Drohne und der Mini-Computer Mica von Harting sollen Unmögliches möglich machen.

Las Vegas ist eine Oase in der Wüste Nevadas, wo Glück und Pech Hand in Hand gehen. Die Stadt der Superlativen gilt als das Spielerparadies schlechthin. Hier will auch der Schweizer Auto-Visionär Frank M. Rinderknecht, Boss von Rinspeed, sein Glück wagen. Auf der CES Las Vegas vom 5. bis 8. Januar 2016 feiert er erstmals eine Weltpremiere außerhalb seiner alpenländischen Heimat: Der hybride und autonome Sportwagen Σtos wird der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Mega-Thema „selbstfahrendes Auto“ betrachtet der Schweizer Vordenker wie immer in erster Linie aus der Sicht von Fahrer und Insassen. Damit setzt der Eidgenosse zusammen mit der Beratungsfirma EY ausdrücklich eine Frage auf die Tagesordnung, die uns alle noch lange beschäftigen wird: Wie viel Mensch soll, muss oder darf in einer Maschine stecken? Es gibt unzählige offene Fragen, wie zum Beispiel nach der Moral und Ethik einer Maschine. Zudem muss aber auch der Weg in eine technische Umsetzung gefunden werden. Rinderknecht wagt eine Prognose: „Dieser Prozess wird wohl in einer adaptiven, lernfähigen und intuitiven Steuerungssoftware münden. Aber der Weg dorthin ist lang und steinig.“

Mit 8 Außenkameras stressfrei Parken

Der elegant futuristisch gestylte Σtos - auf der technischen Basis des BMW i8 - ist zwar ein nachhaltiger und schneller Renner, bietet aber noch viel mehr als nur Geschwindigkeit. Insgesamt acht HD-Außenkameras überwachen das Fahrzeugumfeld optisch lückenlos. Das erlaubt 180-Grad-Panoramaansichten unmittelbar vor und hinter dem Fahrzeug sowie Außenspiegel mit einem erheblich erweiterten Blickfeld ohne toten Winkel. Personen und Objekte im gesamten Fahrzeugumfeld sollen automatisch erkannt, verfolgt und falls Unfallpotential von ihnen ausgeht, soll der Fahrer gewarnt werden. In schwierigen Situation wie etwa in engen Parkhäusern aktiviert sich - selbsttätig - der sogenannte „Curb View“: Er gestattet soll einen „direkten“ Blick auf die Vorderräder ermöglichen und hilft so, ungewollten Kontakt mit Bordsteinkanten oder anderen Hindernissen zu vermeiden. Auch die Fahrzeugnavigation bietet neue Detailansichten. In Parkhäusern soll sie direkt bis zum vorgebuchten Stellplatz leiten, entlang der Route zeigt sie realitätsgetreue 3D-Gebäudeansichten sowie Bäume, Bushaltestellen, U-Bahn-Stationen und andere markante Wegpunkte. Laut Rinspeed sind die Straßen selbst zentimeter- und spurgenau erfasst. Durch die Verknüpfung von Routen- und Mobilfunkempfangsinformationen sollen die Passagiere künftig nicht nur wissen, wo und wie lange sie unterbrechungsfrei (Video-)Telefongespräche führen können; diese Technik soll auch nahtloses Medien-Streaming sowie effiziente und gezielte Fahrzeugupdates ermöglichen. Die nahtlose Verknüpfung mit der Verkehrsinfrastruktur wie Ampeln, Verkehrsbeeinflussungsanlagen sowie mit anderen Autos, insbesondere Einsatzfahrzeugen, lässt Fahrer und Fahrzeug weit über den eigenen Horizont hinaus und sogar durch Hindernisse hindurchblicken. Der sogenannte E-Horizon erlaubt Sicherheits- und Komfortfunktionen wie präzise Geisterfahrer-Warnungen oder einfach auch das sanfte und energiesparende Gleiten auf der „grünen Welle“. Apropos sehen: Das Gaze-Tracking-System soll die Augen des Fahrers stets im Blick behalten. Dadurch "weiß" das Fahrzeug nicht nur, was dieser gesehen hat, sondern auch, was er nicht wahrgenommen hat. Warnungen und Hinweise können so ganz individuell erfolgen. Die elektronischen Außenspiegel zeigen exakt aus diesem Grund nur dann ein Bild an, wenn der Fahrer bewusst darauf blickt.

MICA schnell erklärt

Definition

MICA schnell erklärt

05.11.15 - Robust, handlich und passt überall hin: MICA ist ein Multitalent im Mini-Format, das Maschinen und Anlagen mit der IT-Welt verbindet. Für die einen ist MICA ein Datensammler, der Daten von vielen verschiedenen Sensoren und SPS aufnimmt und für neue Erkenntnisse verfügbar macht. Für andere eine Möglichkeit, jahrzehntealte Maschinen nachzurüsten und mit neuen Funktionalitäten und Industrie 4.0 Kompatibilität aufzuwerten. lesen

Harting Mica überwacht Emissionen im Fahrzeug

Der intelligente Mini-Industrie-Computer Mica von Harting veranschaulicht, wie Antriebs- und Motorendaten kontinuierlich erfasst und übermittelt werden und dann von einer unabhängigen und neutralen Stelle wie zum Beispiel der Dekra ausgewertet und aufbereitet werden können - je nachdem, was vorab zwischen Kunde und Vertragspartner vereinbart wurde. So können auch Aussagen über die Glaubhaftigkeit von Kilometerständen möglich werden. „Mit der Mica ist eine sehr schnelle und einfache Integration in die unterschiedlichsten Fahrzeuge möglich. Der Einbau in den Σtos zeigt diese auf exzellente Weise“, sagt Dr. Jan Regtmeier, Direktor Produkt Management bei Harting IT Software Development.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43786920 / Open Computing)