Ingenieurmangel

Ist der Fachkräftemangel wirklich so massiv?

23.07.12 | Redakteur: Sariana Kunze

Ist der VDI-/IW-Ingenieurmonitor Juni 2012 stimmig mit der aktuellen Nachfrage am Markt?
Ist der VDI-/IW-Ingenieurmonitor Juni 2012 stimmig mit der aktuellen Nachfrage am Markt? (T. Ernsting / LAIF)

Der VDI-/IW-Ingenieurmonitor Juni 2012 des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) spricht von einer leichten Entspannung am Ingnieurarbeitsmarkt und weist 107.100 offenen Stellen aus. In einer Reportage der ARD stellt sich dieses Bild jedoch als überzeichnete Fachkräftenachfrage dar. Aber sehen Sie selbst...

Laut VDI resultierte mit 88.600 zum ersten Mal seit drei Monaten wieder eine Ingenieurlücke von weniger als 90.000 nicht unmittelbar besetzbaren, offenen Stellen. „Im Zuge der allgemeinen Arbeitsmarktabkühlung hat sich auch die Lage am In-genieurarbeitsmarkt etwas entspannt. Dennoch kann von einer Trendwende beim Ingenieurmangel derzeit noch keine Rede sein“, kommentiert IW-Geschäftsführer Hans-Peter Klös die Daten des aktuellen VDI-/IW-Ingenieurmonitor.

Anderer Meinung ist hingegen der Report München der ARD

„Vor dem Hintergrund der bestehenden Engpässe bietet ein ingenieurwissenschaftliches Studium eine der besten Grundlagen für die spätere berufliche Karriere. Daher hoffen wir, dass sich der positive Trend bei den Studienanfängern in den Ingenieurwissenschaften im kommenden Wintersemester 2012/13 fortsetzen wird“, so VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. Laut VDI fehlen differenziert nach Berufsordnungen mit 36.300 Personen am meisten Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure. Die zweitgrößte Lücke bestehe bei Elektroingenieuren mit 21.600 Personen. Regional sollen vor allem Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen betroffen sein.

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