Kombiniert: Monitoring-Software & industrielle Firewall

Das Immunsystem für jedes Produktionsnetzwerk

| Autor / Redakteur: Gerrit Boysen, Christina Höfer* / Ines Stotz

(Bild: Phoenix Contact)

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In Zeiten von Industrie 4.0 kommt der Zugriffssicherheit eine stetig steigende Bedeutung zu. Deshalb haben Security Matters und Phoenix Contact ihr Know-how in einer technologischen Partnerschaft gebündelt. Sie versprechen gemeinsam, das Sicherheitsniveau sowohl im Fertigungsumfeld als auch in kritischen Infrastrukturen einfach und signifikant zu erhöhen.

Heute tauschen immer mehr Maschinen und Anlagen lokal und global Daten untereinander aus. Aufgrund der wachsenden Kommunikation steigen die Anforderungen an die Netzwerksicherheit ebenfalls. Betreiber müssen sich daher der Frage stellen, welche Informationen wie, wann und an welche Maschine übermittelt werden dürfen. Insbesondere bei im Laufe der Jahre ausgebauten sowie umfassend vernetzten Produktionsanlagen gestaltet sich die Beantwortung oftmals schwierig und zeitintensiv. Um Anwender professionell, ganzheitlich und effizient zu unterstützen, sind Security Matters und Phoenix Contact eine technologische Partnerschaft eingegangen.

Bei der 2009 im niederländischen Eindhoven gegründeten Security Matters B.V. handelt es sich um ein innovatives Unternehmen im Bereich IT-Security, das sich auf die Anomalie-Erkennung in industriellen Netzwerken spezialisiert hat. Wesentlicher Bestandteil des Produktportfolios ist Silent Defense. Die leistungsstarke Plattform zur Netzwerküberwachung wird seit 2013 auf dem Markt angeboten. Als einer der weltweiten Marktführer und Innovationsträger in der Elektrotechnik, Elektronik und Automatisierung betreibt Phoenix Contact unter anderem ein eigenes Kompetenzzentrum für Cyber-Security am Standort Berlin. Auf Basis des langjährigen Know-hows in diesem Umfeld stellt das Unternehmen individuelle Produkte und Netzwerklösungen zur Verfügung, die die besonderen industriellen Anforderungen umsetzen. Kern des Security-Produktspektrums sind die Router der Produktfamilie FL mGuard.

Gleichzeitige Nutzung zur Fehleridentifizierung und Angriffsdiagnose

2016 haben Security Matters und Phoenix Contact beschlossen, ihre Security-Produkte zusammenzuführen und damit einen erheblichen Mehrwert für die Anwender zu schaffen. Als Lösung für das Netzwerk-Monitoring unterstützt Silent Defense die Anwender bei der Analyse und Härtung ihres Netzwerks. Die Fähigkeit einer Echtzeit-Visualisierung des Netzes, die Durchsetzung von benutzerdefinierten Prüfungen und die automatische Überwachung der Netzwerkkommunikation sind nur einige der Funktionen, die das Monitoring-System auszeichnen. Silent Defense lässt sich zur Diagnose von Cyber-Angriffen ebenso einsetzen wie zur Identifikation betriebsbedingter Fehler.

Die lüfterlos konzipierten industriellen Security-Router FL mGuard von Phoenix Contact überzeugen durch zuverlässige Sicherheit und Leistung in einem kompakten, hutschienenmontablen Metallgehäuse. Neben dem sicheren Aufbau von VPN-Tunneln (Virtual Private Network) umfassen die Geräte verschiedene industriespezifische Firewall-Funktionen. Dazu gehört eine User Firewall, eine Conditional Firewall zur Aktivierung definierter Firewall-Regeln sowie Deep Packet Inspection für die Durchleuchtung jedes via OPC Classic oder Modbus/TCP übertragenen Datenpakets. Auf diese Weise lässt sich das auf den internationalen Standards ISA-99 und IEC 62443 basierende Defense-in-Depth-Konzept fachgerecht in den Applikationen realisieren. Durch das dezentralisierte Sicherheitskonzept werden Produktionsanlagen also zuverlässig vor Sabotage und den damit einhergehenden Störungen des Fertigungsprozesses geschützt.

Ergänzendes zum Thema
 
Silent Defense: Vielfältige Verwendung in allen industriellen Bereichen
 
FL mGuard: Neue Funktionen für die Security Appliances

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