Quest Studie

Deftiger Umsatzrückgang bei Maschinenbauern überrascht nicht

| Redakteur: Sariana Kunze

Maschinenbau-Umsatzrückgang im August ist laut einer aktuellen Quest Studie keine Überraschung.
Maschinenbau-Umsatzrückgang im August ist laut einer aktuellen Quest Studie keine Überraschung. (Quest 2014)

In der aktuellen Analyse des Quest Trend Magazins spiegelt sich der wiederholende Umsatzrückgang des deutschen Maschinenbaus im August wider. Die Produktion und der Umsatz bewegen sich seit 2012 in einer Seitwärtszone.

Die In- und Auslandsumsätze des deutschen Maschinenbaus (Daten des Statistischen Bundesamtes) erreichten 2009 ihre Krisentiefs. Dann setzte eine dynamische Aufholjagd ein, die bis 2012 andauerte. Seitdem verlaufen die Umsätze des Maschinenbaus weder in einem Aufwärtstrend, noch in einem Abwärtstrend. Vielmehr ist ein trendloses Auf und Ab, eine um ein Durchschnittsniveau schwankende Umsatzentwicklung typisch. Dieses Durchschnittsniveau des Gesamtumsatzes seit 2012 liegt bei 121,4 Indexpunkten.

Ein Auf und Ab – und kein Ende in Sicht

Während der Umsatz des Maschinenbaus im Juli noch leicht über der Durchschnittslinie lag, ist er im August deutlich unter diese Linie abgesackt. Dieses Auf und Ab kommt für viele Marktbeobachter nicht wirklich überraschend. Denn dieses Auf und Ab ist, laut Quest, typisch für eine Seitwärtsbewegung, wie sie bereits seit 2012 anhält. Die Schlussfolgerung für den Maschinenbau und die an ihn liefernde Automatisierungstechnik ist, dass die In- und Auslandsumsätze des deutschen Maschinenbaus in absehbarer Zukunft den analysierten Verlauf beibehalten werden.

Stagnation wahrscheinlich

Diese Perspektive stützt auch die weltweite Industrieproduktion. Sie konnte bisher das Vorkrisenniveau nicht stabil überschreiten. Für den Maschinenexport wichtige Länder zeigen eine uneinheitliche Entwicklung. Deutschland und die USA haben aktuell das Vorkrisenniveau übertroffen; China, Mexiko, Indonesien, die Türkei, Südkorea haben es deutlich übertroffen; Russland, Brasilien, Indien stagnieren; schließlich sind die Länder der EU noch deutlich vom Vorkrisenniveau entfernt. Deshalb soll auch weltwirtschaftlich ein weiteres Anhalten der Phase der Stagnation wahrscheinlich bleiben. Einerseits positive Tendenzen werden andererseits durch zunehmenden Protektionismus in den Exportmärkten des Maschinenbaus behindert. Zunehmende politische Spannungen wie die Ukraine-Krise haben die überwiegend stagnierende Weltwirtschaft als Grundlage.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42992957 / Marktforschung & Marktentwicklung)