Antriebselektronik

Dynamischer Speicher puffert Energie und schont das Versorgungsnetz

12.11.2010 | Autor / Redakteur: Reinhard Kluger / Reinhard Kluger

Michael Koch, Geschäftsführer: „Speicherkapazität von 1,5 kJ reicht für viele Einsätze aus.“ Bild: Koch

Ein dynamischer Energiespeicher puffert Bremsenergie ab, und zwar ohne Netz. Das Gerät passt für Umrichter mit Anschlussspannungen zwichen 400 und 460 VAC. Es hat eine Speicherkapazität von rund 1,5 kJ. Machbar ist so ein Bremsenergiemanagement, das Energie spart und das Stromnetz schont.

In Zeiten der Energieeffizienz muss sich auch ein einfaches Bauelement wie der Bremswiderstand neu erfinden. Michael Koch, Inhaber und Kopf des gleichnamigen Unternehmens aus Ubstadt-Weiher, hat dies getan. Er überrascht auf der SPS/IPC/Drives 2010 mit einem universellen Puffermodul der besonderen Art. Seine Idee: Ein dynamischer Energiespeicher, kurz DES, übernimmt die Aufgaben eines Bremswiderstandes, nur ohne die zu absorbierende Energie zu vernichten. Er speichert sie. „Unser DES ist einzusetzen wie ein Bremswiderstand. Eine Black Box, die für alle passt und die sich selbst einstellt. Anschließen, vergessen und elektrische Energie sparen!“ bringt Michael Koch den Nutzen für den Maschinenbauer auf den Punkt.

Robuste Technik für den Einbau in Maschinen

Diese Universalität sei die wichtigste Vorgabe beim Entwickeln des Dynamischen Energiespeichers gewesen, so Koch weiter. Deshalb komme das Gerät auch ohne jegliche Tasten, Anzeigen oder sonstige Bedienelemente aus. Für die Schaltschrankmontage in Schutzart IP 20 ausgeführt, spielt das Gerät seine Vorteile ohne jegliche besondere Einstellungen primär bei Anwendungen mit kurzen Zykluszeiten aus. Im Detail funktioniert es wie folgt: Der Energiespeicher selbst ist ein großer Elektrolytkondensator, der über einen Tiefsetz-/Hochsetzsteller am Zwischenkreis des Umrichters angeschlossen ist. Bis auf die Selbsteinstellung ist das alles Stand der Technik. Koch: „Der DES stellt fest, wann der Bremsfall eintritt und er Energie aus dem Zwischenkreis rausnehmen muss. Er erkennt auch, wann er Energie in den Zwischenkreis zurückpumpen muss. Zudem ist noch ein kleiner Bremswiderstand eingebaut, der auch unerwartete Spitzen abfangen kann. Alles in robuster Technik ausgeführt und auf die Lebensdauer von Maschinen ausgelegt.“

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