Wöhner

Ein „Macher“ der Branche setzt sich zur Ruhe

| Redakteur: Ines Näther

Alex Büttner (63), Geschäftsführer Forschung und Entwicklung bei Wöhner geht in den Ruhestand.
Alex Büttner (63), Geschäftsführer Forschung und Entwicklung bei Wöhner geht in den Ruhestand. (Wöhner)

Alex Büttner, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung bei Wöhner geht nach 40 Jahren Firmenzugehörigkeit in Rente.

Nach 40 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur Firma Wöhner verabschiedet sich Alex Büttner mit 63 Jahre in den wohlverdienten Ruhestand. Frank Wöhner, Inhaber der Wöhner GmbH & Co. KG, sagt über ihn, „er hat die Welt verändert“, und für die Branche der Elektrotechnik stimmt das absolut.

Alleine die in den 1980er Jahren eingeführte und danach stetig ausgebaute Wöhner 60mm-Sammelschienensystemtechnik hat sich in der Steuerungstechnik und Energieverteilung zu einem neuen europäischen Standard entwickelt und setzt sich auch weltweit immer stärker durch.

Bei den elektrotechnischen Schaltschrankkomponenten tragen heute nahezu 80 Patente seinen Namen als Entwickler. Daher ist der Name Alex Büttner ein echtes Schwergewicht in der Branche. Insbesondere war dies auf dem Wöhner Messestand zu spüren. Auf der Hannover Messe Industrie – die größte Industriemesse der Welt – war er ein fester Besuchstermin in den Terminkalendern der wichtigsten Entscheider der Elektroindustrie. Dabei wurden oftmals noch direkt am Messestand technische Lösungen kreiert. Sein Wort hat große Bedeutung in der Fachwelt.

Entwickler aus Leidenschaft

Auf seine Vorstellungs- und Schaffenskraft gehen unter anderem zahlreiche Schalter-Sicherungs-Einheiten zurück. Einer davon ist der Secur PowerLiner, der inzwischen seit 15 Jahren eines der technisch besten Produkte in diesem Segment auf dem Markt ist.

Auch die CrossLink Technology ist maßgeblich seine Entwicklung. Mit dieser Technologie wird die Anlagenverfügbarkeit erhöht und Komponenten können sicher, ohne die Anlage abzuschalten, auf das Sammelschienensystem adaptiert werden.

Aber auch „kleinere“ Erfindungen, wie die Universal-Leiteranschlussklemme zur Vereinfachung des Leitungsanschlusses, sind heute aus keiner Stromverteilung wegzudenken.

Alex Büttner machte das Arbeiten an den Schaltschränken sicherer

Für derartige Entwicklungen hat er immer Zettel und Stift neben seinem Bett liegen, damit er sogar nachts seine Ideen gleich notieren kann. Sein letztes großes Projekt war – in Zusammenarbeit mit Rittal – die Entwicklung des Systems 185Power, welches Wöhner und Rittal 2014 in den Markt eingeführt hat. Hierbei handelt es sich um einen Anwendungsbereich von Sicherungshaltern und Schaltgeräten, der in zahlreichen Haupt- und Unterverteilung zu finden ist und ganze Wohngebiete und Industriekomplexe mit sehr hohen Strommengen versorgt. In diesem Bereich war bis jetzt sehr viel Individualität und „Basteln“ angesagt. Mit dieser großen Entwicklung beschert Alex Büttner allen Anwendern weltweit ein System, das ihnen sehr viel Zeit und Aufwand spart und unter Umständen manches Leben rettet, weil die hohen Ströme perfekt abgeschottet sind und somit das Arbeiten an den Schaltschränken sicherer wird.

Alex Büttner wurde 1951 in Wargolshausen in Unterfranken/Bayern geboren und absolvierte von 1969 bis 1972 seine Ausbildung zum technischen Zeichner bei der Firma Preh in Bad-Neustadt an der Saale. Nach seinem Berufseinstieg 1972 als Konstrukteur bei der Firma Fichtel & Sachs in Schweinfurt und der Ableistung seines Wehrdienstes begann Alex Büttner im April 1974 als Konstrukteur bei Wöhner. 13 Jahre später übernahm er die Abteilung Forschung und Entwicklung als Leiter und wurde 2001 zum Geschäftsführer des Unternehmens berufen.

In den vergangenen zwei Jahren ließ er es sich nicht nehmen seinen Nachfolger auf dem Posten, Philipp Steinberger einzuarbeiten, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Frank Wöhner ließ aber schon durchblicken, dass man die Dienste von Alex Büttner auch über den Ruhestand hinaus noch als fachlich kompetenten Berater nutzen werde. Neben dieser Beratertätigkeit freut sich Herr Büttner vor allem auf die Arbeit in seinem Garten, der ihm sogar wichtiger ist, als in Urlaub zu fahren. Außerdem will er auch wieder mehr Zeit seinem Hobby der Fotografie widmen.

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