TU München

Eine Feder bringt Roboter "Tom" zum Stoppen

| Redakteur: Sariana Kunze

Der androide Roboter iCub.
Der androide Roboter iCub. (Andreas Heddergott)

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Maschinen passen sich unseren individuellen Bedürfnissen immer weiter an. Auf der Automatica 2014 stellen Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) unter anderem ihre aktuellen Forschungsergebnisse im Bereich Robotik vor: Die Berührung einer Feder genügt – sofort stoppt Roboter "Tom".

Das Institut für Kognitive Systeme demonstriert auf der Ausstellungsfläche "Factory-in-a-day" der Automatica, wie Sensoren einer Roboterhaut für mehr Sicherheit sorgen. Roboter "Tom" erkennt, dass sich eine Person oder ein Gegenstand in seiner Nähe befindet und reagiert darauf. Dieses Sicherheitsfeature ermöglicht es Mensch und Maschine, in Zukunft enger zusammenzuarbeiten. Der humanoide Roboter "iCub" dagegen zeichnet sich durch seine künstliche Intelligenz aus. Er kann bestimmte Fähigkeiten schnell und intuitiv erlernen.

Effizienter und individueller produzieren

Farbe, Maße, Design: Bald sollen Kunden sich ihre eigene Kaffeemaschine entwerfen können. Auf der Sonderschaufläche zum Thema Industrie 4.0 (Halle A5, Stand 530) präsentiert das Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) das Projekt "Integrierte Gestaltung und Herstellung kundeninnovierter Produkte in Cyber-physischen Fertigungssystemen ". Es soll Kunden ermöglichen, Produkte selbst zu gestalten – soweit dies technisch möglich ist. Eine Online-Plattform wird registrierten Nutzern dabei nicht nur die Möglichkeit bieten, Veränderungen am Produkt vorzunehmen. Sie können ihre Ideen auch der "Community" vorstellen und mit anderen darüber diskutieren.

Versuch und Irrtum in der Fertigung ist nicht nur mühselig, sondern auch teuer. Auf dem Stand der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Montage, Handhabung und Industrierobotik (Halle A4, Stand 111) demonstriert das iwb die Simulation der physikalischen Eigenschaften eines Produktes – und zwar am Beispiel von Gummibärchenpackungen, die durch die Anlage geschickt werden. Die Simulation hilft dabei, Schwachstellen zu identifizieren und zu korrigieren, bevor der Fertigungsprozess beginnt.

Faserverbundwerkstoffe helfen Autos und Flugzeugen dabei, abzuspecken – und damit auch weniger Treibstoff zu verbrauchen. Das Forschungsprojekt "Energieeffizienter Leichtbau: Trennen und Fügen von CFK-Bauteilen (E-Lite)" beschäftigt sich mit dem passgenauen Zuschneiden von kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Das iwb wird E-Lite in Halle A5, Stand 235B erstmals der Öffentlichkeit vorstellen.

Der Lehrstuhl für Carbon Composites präsentiert in Halle A5, Stand 233A Entwicklungen zur automatisierten Fertigung von carbonfaserverstärkten Bauteilen. Unter anderem werden automatisierte Fiberplacementverfahren gezeigt. Die TU stellt auch ein Harzinjektionsverfahren zur kosteneffizienten Herstellung von Außenhautbauteilen für die Automobilindustrie vor. Diese Forschungsergebnisse zeigen, dass Carbon Composites als Werkstoff für Großserienanwendungen umgesetzt werden konnte und auch wettbewerbsfähig ist.

Die intelligente Fabrik der Zukunft erleben

Der Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssysteme (AIS) zeigt mithilfe seines Messedemonstrators, wie die intelligente Fabrik der Zukunft funktioniert. Großserien-Produktionen sollen so flexibel werden, dass sie auf die individuellen Wünsche der Kunden schnell reagieren können. Auf der Sonderschaufläche zum Thema Industrie 4.0 (Halle A5, Stand 530) haben Besucher die Möglichkeit, die Produktion eines Flaschenöffners mit individueller Beschriftung zu verfolgen.

Eine eigens dafür entwickelte fahrbare Roboterplattform des AIS transportiert die Zwischenprodukte durch die Messe zu den Fertigungsstandorten. Besucher können den Roboter bei seinen Fahrten begleiten.

Automatica: Halle A4, Stand 135

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