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Elektroindustrie verzeichnet sinkendes Expansionstempo

| Redakteur: Katharina Juschkat

Der Auftragseingang im Vergleich zu vergangenem Jahr
Der Auftragseingang im Vergleich zu vergangenem Jahr (Bild: ZVEI)

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Wie der ZVEI meldet, hat sich das Expansionstempo der Elektroindustrie zuletzt normalisiert, nachdem das Jahr gut startete. Die gegenwärtige wirtschaftliche Lage bewerten jedoch die Mehrheit der Unternehmen als gut oder stabil.

Der ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. – meldet, dass die deutsche Elektroindustrie im April insgesamt 0,6 Prozent mehr Bestellungen erhalten als im vorigen Jahr. „Gegenüber dem schwungvollen Start im ersten Quartal hat sich das Expansionstempo damit zuletzt normalisiert“, sagt ZVEI-Chefsvolkswirt Andreas Gontermann. Für die ersten vier Monate steht ein Auftragsplus von 7,9 Prozent gegenüber Vorjahr in den Büchern. Inlands- und Auslandsbestellungen legten hier mit gleicher Rate zu.

Inlandsumsatz sinkt, Auslandsumsatz wächst

Die Produktion der deutschen Elektrounternehmen hat ihren Vorjahreswert im April um 5,8 Prozent verfehlt. „Der Rückgang erklärt sich aber hauptsächlich durch einen Kalendereffekt, da der diesjährige April drei Arbeitstage weniger hatte als im letzten Jahr“, erklärt Gontermann. Im Gesamtzeitraum von Januar bis April 2017 lag der aggregierte Branchenoutput um 4,1 Prozent im Plus gegenüber dem Vorjahr.

Auch beim Umsatz war im April 2017 ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Die nominalen Erlöse kamen hier auf 14,2 Milliarden Euro und blieben somit 1,4 Prozent unter Vorjahr. Der Inlandsumsatz ging auf 6,7 Milliarden Euro zurück, während der Auslandsumsatz auf 7,5 Milliarden Euro stieg. Kumuliert von Januar bis April 2017 belief sich der aggregierte Branchenumsatz auf 60,1 Milliarden Euro, 6 Prozent höher als voriges Jahr.

Nachdem das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie im April auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung geklettert war, gab es im Mai nach. „Es bleibt aber auf hohem Niveau“, sagt der Chefvolkswirt. Zwar fielen sowohl die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen im Mai etwas schwächer aus als im April, dennoch bewertet die Mehrheit der Branchenunternehmen (55 %) ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation als gut, 44 Prozent als stabil und nur 5 Prozent als schlecht. Gleichzeitig gehen 26 Prozent der Elektrounternehmen von anziehenden Geschäften in den kommenden sechs Monaten aus. 70 Prozent rechnen mit gleichbleibenden Aktivitäten.

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