E-Auto wird alltagstauglich

Drei Szenarien für das Laden von Elektroautos

14.03.12 | Autor / Redakteur: Kirsten Dykhuis / Ines Näther

Das Elektroauto lädt wo es steht - auf dem Firmenparkplatz oder daheim.
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Das Elektroauto lädt wo es steht - auf dem Firmenparkplatz oder daheim.

Der Ladestecker ist zum Symbol für Elektromobilität geworden – die Verbindung zwischen Fahrzeug und Stromnetz verbildlicht den Technologiesprung vom Fahrzeug mit Verbrennungsmotor zum Elektromobil. Benötigt wird jetzt ein zuverlässiges und einheitliches Ladesystem für Ladestationen und Fahrzeuge.

Die Herausforderung liegt darin, dem Fahrer einen Ladestecker in die Hand zu geben, der genauso einfach funktioniert wie die Zapfpistole an der Tankstelle. Die geforderte flächendeckende Ladeinfrastruktur ist im Prinzip heute schon Standard – denn jede Steckdose ist auch ein Ladepunkt. In Verbindung mit einem Ladekabel, das einen entsprechenden Ladesteckverbinder für das Fahrzeug hat, kann man theoretisch von Lissabon bis Bukarest mit dem Elektrofahrzeug reisen.

Diese Tour macht aber mit dem E-Mobil wenig Sinn – es sei denn, die Zeit spielt keine Rolle. Eine Vollladung über herkömmliche Steckdosen würde – bei 230 V und 16 A – bei einer Batteriekapazität von 20 kW mehrere Stunden dauern. Ein weiterer Nachteil dieser Methode ist das ungesteuerte Laden. Denn die Hausinstallation ist nicht darauf ausgerichtet, eine Leistung bei 16 A über mehrere Stunden abzugeben. Im Normalfall kann dem Stromnetz nur erheblich weniger Leistung kontinuierlich entnommen werden – was dann die Ladedauer erhöht.

Komponenten für die Elektromobilität werden neu dimensioniert

Um das Elektroauto fit für den Alltag zu machen, müssen größere Ströme übertragen werden. Dazu müssen die Komponenten neu dimensioniert werden. Zu berücksichtigen sind dabei erhöhte Sicherheitsanforderungen für ein problemloses Aufladen durch den Fahrer sowie geringe Steck- und Ziehkräfte bei einer hohen Anzahl von Steckzyklen. Der gängige Schuko- oder CEE-Stecker kommt hier schnell an seine Grenzen.

Die europäische Antwort heißt Ladestecker Typ 2

Ein internationales Gremium unter der Federführung des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) und unter Beteiligung der Automobilhersteller und Energieversorger sowie der führenden Steckverbinder-Hersteller hat verschiedene Normen entwickelt, die zum Teil bereits verabschiedet wurden.

Der Ladestecker Typ 2 ist ein europäischer Standard nach IEC 62196-2. Er hat ein 7-poliges Steckgesicht, das sowohl das einphasige Laden bis 250V-Wechselstrom als auch das dreiphasige Laden bis 480V-Drehstrom ermöglicht. Die Leistungskontakte können je nach Auslegung des Ladekabels bis maximal 63 A belastet werden, was eine Ladung von 3 bis 44 kW zulässt. Neben den Leistungskontakten L1, L2, L3 sowie Erd- und Neutralleiter PE und N sind zusätzlich zwei Signalkontakte - CP und PP – als Standard vorhanden.

Ergänzendes zum Thema
Kirsten Dykhuis, Produkt Marketing Pluscon power, Field Device Connectors, Phoenix Contact:
Laden - privat und öffentlich

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