Elektromobilität auf der Hannover Messe 2012

Elektro-LKW oder doch Weltraumfahrzeug?

19.04.12 | Redakteur: Sariana Kunze

Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr soll kommen

Die wesentlichen Forschungsfelder werden von der Doktorandin Claudia Buitkamp (Antriebsstrang und Energieoptimierung) und den Doktoranden Ljubo Mercep (Mensch-Maschine-Schnittstelle) und Hauke Stähle (Systemarchitektur) abgedeckt. Diese Bereiche fließen im Technologieträger Innotruck zusammen, der zugleich als Testumgebung und Demonstrationsfahrzeug dient. Die Ideen und Vorschläge der Teammitglieder werden nach und nach getestet und im Innotruck implementiert. Mit einer Zulassung für den Drive-by-Wire-Betrieb im öffentlichen Straßenverkehr wird in naher Zukunft gerechnet.

Als Mitglieder der International Graduate School of Science and Engineering der TUM werden die Doktoranden zusätzlich durch den Informatiker Prof. Alois Knoll und den Maschinenbauer Prof. Markus Lienkamp wissenschaftlich betreut. „Die herkömmliche Ausbildung neigt dazu, die Ingenieure auf Herausforderungen der Vergangenheit vorzubereiten“, sagt Spiegelberg. „Unser Ausbildungsmodell orientiert sich klar an der Zukunft. Wissensgenerierung, Wissenstransfer und Anwendung bilden bei uns einen Kreislauf“, fügt Spiegelberg hinzu. Für diese drei Bereiche stehen die TUM (Wissenschaft), Siemens (gezielte Grundlagenforschung) sowie anwendungsorientierte Partnerfirmen wie die BeBa Energie, ein auf erneuerbare Energiesysteme spezialisiertes Unternehmen.

Doktoranden konstruieren mit Unterstützung von Siemens

Bei den Forschungsaktivitäten konzentriert sich die Gruppe, laut Spiegelberg, auf „die Megatrends Umweltschutz, Urbanisierung und demographischer Wandel. Der Schutz der Umwelt stellt einen Wert für sich dar, ist aber mit hohen wirtschaftlichen Kosten verbunden“, fügt er hinzu. Unter dem Nachhaltigkeitsaspekt optimierte Infrastrukturen, Produkte und Dienstleistungen können sich gleichwohl rechnen – zum Beispiel, wenn sie Möglichkeiten schaffen, mit denen ältere Menschen trotz ihrer veränderten körperlichen und geistigen Fähigkeiten unabhängig und mobil bleiben können.

Dieses Forschungsprojekt wird über die TUM-IAS (Institute for Advanced Study) und die IGSSE (International Graduate School of Science and Engineering) von der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder unterstützt. Die Unterstützung der Doktoranden erfolgt durch Siemens.

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