Operational Excellence

Fitnesstraining fürs Unternehmen: Wie sich Prozesse effizienter gestalten lassen

| Redakteur: Ines Stotz

Alle Operational-Excellence-Programme haben zwei Dinge gemeinsam: Sie arbeiten streng faktenbasiert und verstehen sich nicht als zeitlich begrenztes Projekt, sondern als kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
Alle Operational-Excellence-Programme haben zwei Dinge gemeinsam: Sie arbeiten streng faktenbasiert und verstehen sich nicht als zeitlich begrenztes Projekt, sondern als kontinuierlichen Verbesserungsprozess. (Bild: © alphaspirit/Fotolia.com)

Mittelständische Unternehmen sind aufgrund von gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen gut beraten, ihre Zukunftsfähigkeit sukzessive zu verbessern. Hinter dem Begriff „Operational Excellence“ verbergen sich Methoden, die das können. Welche Faktoren sind bei der Umsetzung erfolgsentscheidend? TÜV Rheinland Consulting hat Antworten.

Ob Industrie 4.0, neue gesetzliche Vorgaben etwa im Energie- und Umweltbereich oder der schon lange bestehende, aber unverändert starke Trend zu Globalisierung und internationalem Wettbewerb: Unternehmen sehen sich heute einer Vielzahl anspruchsvoller Herausforderungen ausgesetzt. „Irgendwie über die Runden zu kommen, genügt nicht – es geht darum, aus der Masse zu ragen“, betont Julia Rickert von TÜV Rheinland Consulting. Die Kunden erwarten Produkte und Dienstleistungen in bester Qualität und zu einem fairen Preis. Wer enttäuscht wird, wechselt ganz selbstverständlich und problemlos zur Konkurrenz. Denn die Informationsbeschaffung und der Zugang zu Produkten auch weit entfernter Hersteller waren noch nie so leicht wie heute. Beste Leistung zu liefern, sei mehr als ein Werbeversprechen. Letztlich gehe es darum, dem Kunden immer genau die Features zu bieten, die er benötigt – und gleichzeitig Kostenvorteile und Synergieeffekte zu realisieren, um in einem immer dynamischeren Markt bestehen zu können. „Das gelingt dem Unternehmen nur, wenn es seine Wertschöpfungskette kontinuierlich hinsichtlich Effizienz und Kundenanforderung analysiert“, erklärt die Expertin. Ziel müsse es sein, eine Verbesserungsmethodik mit geeigneten Werkzeugen zu installieren, die alle Führungskräfte und Mitarbeiter einbindet und die Prozesse so optimiert, dass letztlich der Endkunde profitiert. Die Maßnahmen und Programme, um das zu erreichen, lassen sich unter dem Begriff „Operational Excellence“ zusammenfassen.

Es existieren zahlreiche Operational Excellence-Instrumente: Six Sigma, Lean Management, Kaizen und 5S sind einige bekannte Beispiele. Welche Maßnahme – auch in Teilen oder in Kombination mit anderen Maßnahmen – konkret Anwendung findet, hängt individuell vom Unternehmen ab. „Es gibt keinen Königsweg, der sich für jeden eignet und erfolgreiches Wirtschaften garantiert – dafür sind sowohl die Unternehmen als auch die definierten Einsatzziele zu unterschiedlich“, weiß Julia Rickert und empfiehlt bei der Festlegung passender Maßnahmen, mit externen Beratern wie TÜV Rheinland zusammen zu arbeiten: Denn diese verfügen über umfassendes Know-how und Erfahrung und sind in der Lage, die Prozesse im Unternehmen mit einem neutralen Blick zu analysieren.

Schritt für Schritt mehr Leistung

Alle Operational-Excellence-Programme haben zwei Dinge gemeinsam: Sie arbeiten streng faktenbasiert und sie verstehen sich nicht als zeitlich begrenztes Projekt, sondern als kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Die meisten Unternehmen kennen den Grundgedanken der fortlaufenden Optimierung aus dem Qualitätsmanagement gemäß der Norm ISO 9001. Wer sich ohnehin damit beschäftigt, für den empfiehlt es sich, diesen Schwung auch für die Umsetzung weiterer Operational-Excellence-Maßnahmen zu nutzen. Gemäß dem Zyklus „Plan – Do – Check – Act“ (PDCA) werden Prozesse und Arbeitsbereiche analysiert und Verbesserungspotenziale identifiziert.

Kennzahlen beschreiben dabei den Ist- und den Soll-Zustand. Dann entwickelt und bewertet die Organisation Lösungswege für bestehende Probleme und Hemmnisse. Nach der Umsetzung der Maßnahmen findet eine Erfolgskontrolle statt – und der Zyklus beginnt von vorn. In ähnlicher Form laufen alle Operational-Excellence-Maßnahmen ab.

Ergänzendes zum Thema
 
Häufig eingesetzte Operational-Excellence-Instrumente
 
Operational Excellence bei TÜV Rheinland
 
Drei Fragen an Julia Rickert von TÜV Rheinland Consulting zum Thema Operational Excellence: „Kapieren, nicht kopieren – lautet das Motto“

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