Nachgefragt: 3 Experten zum Thema Packaging

Flexibilität und Sicherheit sind das A und O in der Verpackungstechnik

| Redakteur: Ines Stotz

Viele Unternehmen setzen auf hoch automatisierte Fördertechniken, um einen reibungslosen Materialfluss zu gewährleisten. Das stellt hohe Anforderungen an die Verpackungen.
Viele Unternehmen setzen auf hoch automatisierte Fördertechniken, um einen reibungslosen Materialfluss zu gewährleisten. Das stellt hohe Anforderungen an die Verpackungen. (Bild: © Andrei - Fotolia.com)

Im Mai 2014 werden auf der Interpack und der Components in Düsseldorf wieder aktuelle Trends für Verpackungslösungen vorgestellt. Durch die zunehmende Vielfalt und Differenzierung der hergestellten Produkte sowie auch der wachsende Convenience-Aspekt stehen Maschinen- und Anlagenbauer vor immer größeren Herausforderungen. Welche das sind und wie dem begegnet wird, darüber sprachen wir mit 3 Experten der Branche.

Welche allgemeinen Trends kennzeichnen derzeit die Packaging-Branche?

Roland Schricker, Industriemanager Verpackungstechnik bei Leuze Electronic
Roland Schricker, Industriemanager Verpackungstechnik bei Leuze Electronic (Leuze Electronic)

Roland Schricker: In welchem Ausmaß Industrie 4.0 auch immer Realität wird – in den Fabriken der Zukunft werden wir aufgrund der geforderten Flexibilität merklich mehr Sensorik benötigen. Die Sensoren werden deutlich mehr Informationen über das zu fertigende Objekt und den Prozess liefern müssen. Als Sensorhersteller beschäftigen wir uns mit dem Thema, damit unsere Kunden im Maschinenbau die Möglichkeiten größtmöglicher Flexibilität und Effektivität in ihren Maschinen erreichen. Dabei übernehmen heute zum Beispiel messende Sensoren Aufgaben, die früher durch eine bloße Anwesenheitskontrolle gelöst wurden.

Usability ist dabei eine Sache, die den Kunden die Anwendung auch komplexer Lösung so einfach wie möglich macht. Gerade die Verpackungsbranche mit ihrer unglaublichen Vielfalt an Formen, Farben und Materialien sehen wir hier als Herausforderung an. Mit dem Trend zur Reduzierung von Verpackungsmaterial werden die Dinge, die detektiert werden müssen, immer leichter und beispielsweise im Folienbereich immer transparenter.

Dr. Peter Velling, Produktmanager Power-Drive-System bei Lenord+Bauer
Dr. Peter Velling, Produktmanager Power-Drive-System bei Lenord+Bauer (Lenord+Bauer)

Dr. Peter Velling: Die Flexibilisierung der Produktionsprozesse hat ganz klare Auswirkungen auf die Verpackungsindustrie. Wenn die Anzahl der auf einer Produktionslinie hergestellten Produktvarianten steigt, erhöht sich dadurch selbstverständlich auch die notwendige Anzahl an Verpackungsvarianten. Daher steht die Automatisierung der Rezepturwechsel auch im Fokus beim Thema Industrie 4.0. Jede manuelle Einstellung, die über eine Rezepturverwaltung automatisiert werden kann, spart Rüstzeiten und erhöht die Flexibilität in der Fertigung. Dieser Trend betrifft übrigens nicht nur die Neuanlagen, sondern zeichnet sich auch im Retrofit-Bereich ab.

Steffen Hönlinger, Leiter Marketing bei K.A. Schmersal
Steffen Hönlinger, Leiter Marketing bei K.A. Schmersal (Schmersal)

Steffen Hönlinger: An die Maschinen werden immer höhere Anforderungen im Hinblick auf Produktivität und Flexibilität gestellt. Für uns aus Sicht eines Herstellers von Komponenten und Systemen der Maschinensicherheit heißt das: Die Sicherheitsfunktionen sollen sich möglichst „unauffällig“ in die Prozesse und die Produktionsabläufe integrieren lassen. Daran arbeiten wir, und es gibt ganz unterschiedliche Lösungen, die dieses Ziel verfolgen.

Ein weiteres Handlungsfeld ist das Zusammenwachsen von nicht sicherheitsgerichteter Steuerungstechnik und funktionaler Sicherheit. Auch hier verfolgen wir unterschiedliche Konzepte wie zum Beispiel „Safety separated“ und „Safety integrated“.

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