Automatica 2014

Forschungsprogramm SPARC soll die Führungsrolle Europas in der Robotik stärken

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Die Vizepräsidentin der europäischen Kommission Neelie Kroes und Stefan Kapferer stellten SPARC auf der Automatica 2014 vor.
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Die Vizepräsidentin der europäischen Kommission Neelie Kroes und Stefan Kapferer stellten SPARC auf der Automatica 2014 vor. (Bild: Kurt Bauer, copyrights: euRobotics.)

Die Europäische Komission und EU-Robotics AISBL haben auf der Automatica 2014 das weltgrößte zivile Forschungs- und Innovationsprogramm für Robotik gestartet. Die Initiative – genannt SPARC – soll Europas führende Position in diesem strategischen Bereich, dessen Gesamtmarktvolumen bis zum Jahr 2020 mehr als 60 Milliarden Euro erreicht haben könnte, erhalten und ausbauen.

SPARC wird voraussichtlich in Europa mehr als 240.000 Arbeitsplätze schaffen. Die Europäische Kommission wird in SPARC im Rahmen seines neuen Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 700 Millionen Euro investieren. Die Gesamtinvestition der europäischen Industrie wird sich auf 2,1 Milliarden Euro belaufen. Diese öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) wird, laut EU-Robotics ASIBL Europas Wettbewerbsfähigkeit bei Produktion und Anwendung von Robotik in Industrie und Landwirtschaft, im Gesundheits- und Transportwesen und im Bereich ziviler Sicherheit und Haushalte steigern.

Globale Markt für Robotik wächst bis 2020 auf mehr als 60 Milliarden Euro an

Die Robotik trägt zwar zur starken Position Europas im globalen Fertigungssektor bei, aber ihr Potenzial geht dennoch weit über die reine Anwendung in Fabriken hinaus: Roboter helfen Krankenschwestern in Krankenhäusern, inspizieren gefährliche Kraftwerke und übernehmen mühsame Arbeiten in landwirtschaftlichen Betrieben. Automatische Autos sind weitere Beispiele für Robotertechnologie im Einsatz. Der globale Markt für Robotik umfasst 22 Milliarden Euro und wird voraussichtlich bis zum Jahr 2020 auf mehr als 60 Milliarden Euro anwachsen. Europa ist mit einem Markanteil von 35 % bereits der Marktführer; dennoch müssen Anstrengungen unternommen werden, um in diesem sich rapide entwickelnden Sektor Schritt zu halten. Die neue Partnerschaft für Robotik in Europa, SPARC, verfolgt das Ziel, den europäischen Marktanteil bis zum Jahr 2020 auf 42 % zu steigern.

Roadmap für Robotik in Europa

Mit SPARC beginnt die Zusammenarbeit der europäischen Kommission mit der europäischen Industrie und Forschung zur Kräftigung und Weiterentwicklung der europäischen Robotik. EU-Robotics AISBL repräsentiert den privaten Anteil in der ÖPP und steht für mehr als 180 europäische Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen, von konventionellen industriellen Robotik-Herstellern über Landtechnikunternehmen bis hin zu innovativen Krankenhäusern. Um die Ziele von SPARC zu erreichen, entwickeln die Mitglieder von EU-Robotics AISBL eine “Roadmap für Robotik in Europa”. Diese Roadmap wird in konkrete Arbeitsprogramme und Ausschreibungen umgesetzt.

"Funken der Robotik-Revolution hier in Europa entzünden"

Die Vizepräsidentin der europäischen Kommission Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda verantwortlich ist, sagt zu diesem Thema: „Die Robotik-Revolution passiert genau jetzt. Wir sollten ihr nicht folgen, sondern sie anführen. Roboter können unsere Wirtschaft, unsere Leben und unsere Arbeit verbessern. Roboter kürzen nicht menschliche Arbeitskräfte aus der Gleichung heraus: Im Gegenteil, sie sind Partner für eine bessere Zukunft. Lasst SPARC eine Metapher sein, mit der wir den Funken der Robotik-Revolution hier in Europa entzünden werden”.

Der Präsident der Vereinigung EU-Robotics AISBL Bernd Liepert sagt hierzu: „SPARC wird die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Robotik-Industrie gewährleisten. Roboterbasierte Automatisierungslösungen sind zur Bewältigung der dringendsten gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart unerlässlich – von demografischen Veränderungen über Mobilitätsanforderungen bis hin zu nachhaltiger Produktion”.

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