Friedrich Lütze in Grüner Innovationsallianz

Energiekostensenkung für die Schaltschrankkühlung

21.03.2011 | Redakteur: Ines Näther

Intelligente Konzepte der Luftzirkulation im Schaltschrankbau minimieren den Wärmestress für Bauteile

Automationsspezialist Friedrich Lütze aus Weinstadt hat sich im Rahmen der Innovationsallianz „Green Carbody Technologies“ die energie- und kosteneffiziente Klimatisierung im Karosseriebau (Projekt InnoCat 4.2.1) auf die Fahnen geschrieben. Das Forschungsinteresse konzentriert sich dabei auf die Reduzierung des Energieaufwands, der für die Kühlung von Schaltschränken benötigt wird.

Welche Bedeutung hat die Klimatisierung von Schaltschränken für eine Ressourcen-und energie-effiziente Fahrzeugfertigung? Dies ist eine der vielen Fragen, welche Volkswagen im Rahmen der Innovationsallianz „Green Carbody Technologies“ beantworten möchte. Zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in Chemnitz wurde darum im Jahr 2009 die Innovationsallianz ins Leben gerufen. Gefördert wird das Forschungsprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. 60 Unternehmen in Deutschland im Verbundprojekt, davon 20 Unternehmen im Teilprojekt 4, haben sich mittlerweile zur Innovationsallianz zusammengefunden. Für die Projekte ist eine Laufzeit von drei Jahren vorgesehen.

Prima Klima im Schaltschrank?

Gerade in der Automobilindustrie zeigt sich, dass neben dem Hauptenergiebedarf für die Fertigung ein nicht unwesentlicher Teil an Energie für die Klimatisierung von Schaltschränken aufgewendet werden muss. Die Kühlung mit Hilfe von Lüftungs- und Kälteanlagen ist infolge der Verlustwärme der eingebauten elektrischen Geräte notwendig. Auf Grund der oftmals sehr inhomogenen Wärmeverteilung im Schaltschrank, den sogenannten „Wärmenestern“, richtet sich die Kühlung zudem nach den höchsten Temperaturbereichen im Schaltschrank.

So haben sich neben Lütze als Teilnehmer weitere 20 Projektpartner wie VW, Audi, Rittal, Phoenix Contact und das PTKA (Projektträger Karlsruhe im Institut für Technologie) zum Ziel gesetzt, den Energiebedarf für die Schaltschrankkühlung um bis zu 15 Prozent zu senken und den Platzbedarf zur Aufstellung von Schaltschränken um bis zu 30 Prozent zu reduzieren. Wichtige Etappen hierzu sind die Optimierung von Verdrahtungssystemen zur Erzeugung einer laminaren (turbulenzfreien) Luftströmung im Schaltschrank und die Vermeidung von Wärmenestern.

Für die Hersteller von Kühlgeräten stellt sich darüber hinaus die Aufgabe den Energiebedarf zu verringern. Dabei spielt die Optimierung der Kühlgeräte mit Hilfe modularer, adaptiver Steuer- und Regelungssysteme eine zentrale Rolle. Positiver Nebeneffekt: Mit der Senkung der Verlustwärme im Schrank erhöht sich die Lebensdauer und damit die Betriebsdauer der elektrischen Bauteile im Schaltschrank.

Inhalt des Artikels:

»1 »2 nächste Seite

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 372882) | Archiv: Vogel Business Media