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Zentralwechselrichter optimiert Photovoltaik-Kraftwerke

15.06.12 | Redakteur: Sariana Kunze

(Siemens)

Die Zentralwechselrichterfamilie Sinvert PVS 600Serie der Siemens-Division Industry Automation für mittlere und große Photovoltaik-Kraftwerke hat Zuwachs bekommen. Die neuen Grundgeräte Sinvert PVS585 und Sinvert PVS630 ergänzen das bisherige Spektrum an Nennleistungen um Zwischenstufen.

Die erweiterte Modellreihe deckt nun einen Leistungsbereich von 500 bis zu 2520 Kilowatt ab. Die Diversifikation führt zu maximaler Ausbeute bei optimaler Anpassung auf verschiedene MPP(Maximum Power Point)-Fenster. So weist der Sinvert PVS585 gegenüber Sinvert PVS500 eine Leistungssteigerung von rund 17 Prozent auf. Die Sinvert-Zentralwechselrichter erreichen Spitzenwirkungsgrade bis zu 98,7 Prozent und einen europäischen Wirkungsgrad von 98,4 Prozent. Mit dem erweiterten Leistungsangebot können Betreiber sinkende Einspeisevergütungen kompensieren und die Wirtschaftlichkeit ihrer Photovoltaik-Anlagen insgesamt verbessern.

Nicht Trennen bei Störungen

Der Zentralwechselrichter mit den Leistungsstufen 585, 1170, 1755 und 2340 Kilowatt stellt eine Abwägung zwischen maximaler Leistung und einem breiten MPP-Fenster dar. Im Sinvert-PVS-Portfolio ist auch eine Control Box enthalten, mit der die Anlage zentral gesteuert sowie Wirk- und Blindleistung geregelt werden können. Die Fault-Ride-Through-Funktion (das Nicht-Trennen bei Störungen) erhöht die Anlagenverfügbarkeit. Mit dem Ausbau der Sinvert PVS 600Serie ist auch eine Erweiterung der Blindleistungsvorgaben verknüpft. Künftig können sowohl Blindleistungen in engmaschigen Mittelspannungsnetzen als auch Spannungsvariationen in weitausgedehnten Mittelspannungsnetzen noch besser kompensiert werden. Anlagenbetreiber sind so für kommende Netzanforderungen bestens gerüstet. Wie alle Sinvert-PVS-Geräte sind auch die neuen Zentralwechselrichter auf hohe Anlagenverfügbarkeit und einen langjährigen, effizienten Betrieb ausgelegt. Nach dem Master-Slave-Prinzip können bis zu vier Wechselrichter-Teileinheiten verschaltet werden. Es wird immer zuerst der Master angesteuert, der bereits bei geringer Sonneneinstrahlung arbeitet. Bei zunehmender Einstrahlung wird die nächste Teileinheit als Slave zugeschaltet. Im Vergleich zur Verwendung lediglich einer einzelnen Einheit erhöht sich mit diesem System der Wirkungsgrad des Zentralwechselrichters bei geringer Sonneneinstrahlung. Die Betriebszeit wird gleichmäßig auf die verschiedenen Einheiten verteilt, was wiederum die Lebensdauer der Komponenten verlängert.

Zentralwechselrichter von Siemens sind umfassend zertifiziert und können weltweit eingesetzt werden. Neben den Qualitätsstandards UL (Underwriters Laboratories), CSA (Canadian Standards Association) und IEC (International Electrotechnical Commission) unterstützen sie sowohl Netzfrequenzen von 50 Hertz als auch von 60 Hertz. Alle Siemens-Zentralwechselrichter sind einzeln oder als Turn-Key-Lösung im Container inklusive Mittelspannungs-Komponenten verfügbar. Die Wechselrichterstationen können mit einem grafischen Display in der Schaltschrankfront gesteuert oder per Fernüberwachung bedient werden. So lassen sich Fehler in Teilen des Photovoltaikfeldes frühzeitig erkennen und beseitigen.

Für den Einsatz an trockenen und meeresnahen Standorten bieten spezielle Staub- oder Salzfilter umfangreichen Schutz. Abgerundet wird das Leistungsspektrum rund um die Zentralwechselsrichter von Siemens durch den weltweit abrufbaren Service und individuell zugeschnittene Dienstleistungskonzepte.

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