AMA Studie

Arbeitsmarktpotenzial für Mikrotechnologie ist nicht ausreichend

23.03.12 | Redakteur: Sariana Kunze

Da die Hochschulabsolventen nicht ausreichen, um den Bedarf an Fachkräften in der Mikrotechnologie zu decken, untersuchte die AMA Weiterbildung, ob die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen die Lücke schließen kann. Das Ergebnis ist ein klares „Nein“ – Unternehmen werden noch stärker als bisher ihren eigenen Nachwuchs entwickeln müssen.

Sowohl die verfügbaren Statistiken als auch Umfragen unter den Mitgliedern des AMA Fachverbands für Sensorik e.V. zeigen, dass ein erheblicher Bedarf an Mitarbeitern in Mikrotechnologieberufen besteht, die einen Hochschulabschluss voraussetzen – also im Allgemeinen an Ingenieuren und Physikern. Dieser Bedarf wird durch die Hochschulabsolventen nicht gedeckt. Das Ziel der Studie „Welche Potenziale bietet der Arbeitsmarkt für Mikrotechnologieberufe mit Hochschulabschluss?“ war es zu ermitteln, ob es über die Qualifizierung von Arbeitslosen möglich ist, diese Fachkräftelücke zu schließen oder zu verringern. Dabei ging es darum festzustellen, welches Potenzial es gibt, um durch individuell zugeschnittene Qualifizierungsmaßnahmen insbesondere Langzeitarbeitslose mit entsprechenden Abschlüssen wieder dem ersten Arbeitsmarkt zuzuführen.

Lanzeitarbeitslose können Mikrotechnologie-Lücke nicht schließen

Das Ergebnis der Studie ist, dass dieses Potenzial bundesweit ca. 1.500 bis 1.600 Menschen groß ist. Dabei handelt es sich um Langzeitarbeitslose mit Mikrotechnologieberufen, die seit mehr als sechs Monaten arbeitslos sind. Dieses Potenzial reicht nicht aus, um die oben beschriebene Lücke zu schließen oder deutlich zu verringern.

Als Empfehlung ergibt sich daraus aus Sicht der AMA Weiterbildung, dass auch kleine und mittelständische Unternehmen neue Wege beschreiten müssen, um sich Nachwuchs zu sichern. Einige Vorschläge dazu sind:

  • Bereits während des Studiums Kontakt zu Studenten aufnehmen. Möglich ist dies unter Umständen durch eine Kooperation mit einer lokalen Hochschule bei Laboren oder die Vergabe von Praktika, Hausarbeiten und Abschlussarbeiten.
  • Interessierten Mitarbeitern ohne Hochschulabschluss ein Studium (teilweise) zu finanzieren. Und mit dieser Möglichkeit auch bei der Ausbildungsplatzvergabe zu werben.
  • Engagement bei Initiativen, die generell das Interesse an den MINT-Berufen und Studiengängen fördern.

Die komplette Studie können Sie hier kostenlos herunterladen.

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