Stromnetz

Intelligente Netzstationen für das Smart Grid gerüstet

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Mit ihr wird das Stromnetz smart: Die intelligente Ortnetzstation des Ingenieurbüros Pfeffer ermöglicht mit Komponenten von Wago das Messen, Steuern, Regeln und Fernwirken.
Mit ihr wird das Stromnetz smart: Die intelligente Ortnetzstation des Ingenieurbüros Pfeffer ermöglicht mit Komponenten von Wago das Messen, Steuern, Regeln und Fernwirken. (Bild: Wago)

Intelligente Ortsnetzstationen können den Bau neuer Stromleitungen vermeiden. Wago-Steuerungen übernehmen die Schlüsselrolle in den Anlagen.

Der intelligente Ausbau des Stromnetzes sowie die Integration von regenerativen Energien und Elektromobilität stellen Energieversorger und Industrie vor neue Herausforderungen; insbesondere im Bereich von Ortsnetzstationen (ONS). Hier müssen Primär- und Sekundärtechnik, also Transformatoren und Schaltanlagen auf der einen Seite mit Steuerungen und Schutzeinrichtungen auf der anderen Seite, zusammenwachsen – zwei Disziplinen, die bisher getrennt voneinander betrachtet werden. Wago hat gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Pfeffer aus dem hessischen Rödermark eine zukunftsfähige Lösung für diese Herausforderung entwickelt: eine schlüsselfertige und kompakte intelligente Ortsnetzstation (iONS).

Ortnetzstation ermöglicht Messen, Steuern, Regeln und Fernwirken

Ebenso wie herkömmliche Ortsnetzstationen verbindet die iONS das Mittel- mit dem Niederspannungsnetz. Darüber hinaus aber ermöglicht sie die Erfassung diverser Messdaten und die Möglichkeit der Fernauslesung. Das normenkonforme Stationsgebäude der iONS stammt von der Betonbau GmbH & Co. KG, die Niederspannungsverteilung von Driescher Moosburg/Eisleben, die Mittelspannungsschaltanlage von Driescher Wegberg, der regelbare Ortsnetztransformator von SGB und MR. Die komplette Automatisierungstechnik der iONS steuert Wago bei: einen PFC200-XTR-Controller auf der Mittelspannungsseite sowie die Steuerung PFC200 aufseiten der Niederspannung, das Panel e!Display zur Visualisierung der Mess- und Steuerungsdaten direkt an der iONS selbst sowie die komplette Anschlusstechnik.

Kommunikation zwischen Station und der Leitwarte

Die mit Codesys frei programmierbaren Steuerungen sammeln über digitale und analoge Signale sowie beispielsweise über Modbus RTU alle Daten der unterschiedlichen Systeme der Station ein, übersetzen sie in die vom Versorger benötigten Kommunikationsprotokolle wie beispielsweise IEC 60870-5-101/-104 oder IEC 61850 und schicken sie über eine Datenleitung zur Leitwarte. In der entgegengesetzten Richtung kann von der Leitwarte über die Controller auf die Systeme der Station, etwa die Mittelspannungsschaltanlage, Schutzgeräte oder die Messsysteme verschiedener Hersteller, zugegriffen werden. Vor unautorisierten Zugriffen wird der Datenfluss dabei über die Controller geschützt – zum einen durch die Verschlüsselung der Daten mittels TLS1.2, zum anderen durch speziell gesicherte Verbindungen wie IPsec oder OpenVPN gemäß BDEW-White Paper.

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