Sensor

Laserscanner für 3D-Koordinatenmesgeräte

27.04.2011 | Redakteur: Sariana Kunze

Der Messgeräte-Komplettantieber Mitutoyo präsentiert mit „SurefaceMeasure“ seinen ersten eigenen Laserscanner für den Einsatz an 3D-Koordinatenmessgeräten. Highlight des Systems ist

Der Messgeräte-Komplettantieber Mitutoyo präsentiert mit „SurefaceMeasure“ seinen ersten eigenen Laserscanner für den Einsatz an 3D-Koordinatenmessgeräten. Highlight des Systems ist die automatische Anpassung der Laserintensität an die gescannte Oberfläche.

SurfaceMeasure eignet sich vor allem für Messaufgaben, bei denen viele Punkt schnell und genau aufgenommen werden müssen. Zum Beispiel dann, wenn die erfasste Punktewolke zur Erstellung von CAD-Modellen verwendet werden soll (Reverse Engineering): Auch für die Prüfung von Freiformflächen gegen einen bereits vorhandenen Datensatz ist der Laserscanner die richtige Wahl.

SchurfaceMeasure hat eine Linienbreite von 60 Millimetern und erfasst 75.000 Punkte pro Sekunde bei einem Punktabstand von 60 µm. Diese Parameter ermöglichen eine erhebliche Verkürzung der Messzeit im Vergleich zu herkömmlichen taktilen Messverfahren - und das bei gleichzeitig erhöhter Detailtreue.

Herausragende Eigenschaften des neuen Mitutoyo-Scanners ist die automatische Anpassung der Laserintensität an die gescannte Oberfläche. Dadurch wird der Laser bei wechselnden Farben, Materialien oder Lichtverhältnissen bereits während des Scanvorgangs nachgeregelt. Ein manueller Eingriff ist dazu nicht notwendig.

Dank dieser Fähigkeit kann auch auf den Einsatz von Sprays verzichtet werden. Das macht die Messung noch effizienter, da Werkstücke nun weder eingefärbt noch anschließend gereinigt werden müssen. Noch entscheidender ist, dass so die Genauigkeit des Systems zuverlässig erhalten bleibt.

SurfaceMeasure lässt sich problemlos in bereits bestehende Systeme integrieren und auch gemeinsam mit taktilen Sensoren verwenden. Über ein Wechselrack werden die Sensoren automatisch in einem Messprogramm kombiniert. So kann das Werkstück vor dem Scannen mit taktilen Sensoren ausgerichtet werden. Das ist beispielsweise entscheidend bei der RPS-Ausrichtung, bei der mit wenigen definierten Punkten die spätere Einbauanlage der Bauteile simuliert wird. Anschließend lassen sich mit dem eingewechselten Laserscanner Freiformflächen und Regelgeometrien erfassen und mit der Software MSurf auswerten.

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