Branchenkonjunktur

Deutsche Automatisierer in vielen Disziplinen auf dem Siegerpodest

05.05.2008 | Redakteur: Wolfgang Leppert

Dr. Gunther Kegel: „Die Energie-Effizienz wird den verstärkten Einsatz von Automation erzwingen.“

Mit makellosen Kennzahlen spurtet die elektrische Automatisierungstechnik ins Olympiajahr: Die Jahresbilanz 2007 weist eine Umsatzsteigerung von fast 11 Prozent auf über 42,8 Mrd. Euro aus.

„2007 gehört zu den erfolgreichsten Jahren unserer Branche, und das setzt sich auch 2008 weiter so fort“, resümiert der Vorstandsvorsitzende des ZVEI-Fachverbands Automation, Dr. Gunther Kegel. Die Jahresbilanz 2007 weist eine Umsatzsteigerung von fast 11% auf über 42,8 Mrd. € aus, und mit plus 14,6% sei auch der Inlandsmarkt auf Wachstumskurs wie seit Jahren nicht mehr.

Dabei legten der Bereich Schaltgeräte, Steuerungen und Sensoren in der Produktion um 9,3% zu, die elektrischen Antriebe um 8,5 sowie die Prozessautomatisierung um 6%. Den Beschäftigungzuwachs von 7,2% auf 226.000 Mitarbeiter kommentiert Dr. Kegel: „Wer einen Jobmotor sucht, findet ihn in der Automation.“

Für das laufende Jahr wiederum prognostiziert der ZVEI – bei alllen Unwägbarkeiten – ein Wachstum der gesamten Automatisierungsindustrie in Deutschland von etwa sechs Prozent. Dabei profitiere die Branche von den weltweiten politischen Debatten über Klimaschutz, Energie-Effizienz und Kohlendioxid-Ausstoß. „Die Lösung dieser Aufgaben liegt genau und ausschließlich in den Bereichen der Energietechnik und der Automation“, so Dr. Kegel.

Deutschland bleibt die führende Exportnation

Der Weltmarkt der Automatisierungstechnik stieg 2007 um knapp 7% auf 253 Mrd. €, der deutsche Anteil lag in der Produktion bei 12,6 und in der Nachfrage bei 7,6€. Deutschland bleibt damit der größte Nettoexporteur für Automatisierungstechnik. Einzige Sorge: der Nachwuchsmangel. Allein in der Automation gibt es derzeit rund 5.000 unbesetzte Ingenieurstellen, und Dr. Kegel verweist dabei auf die langfristigen Folgen: „Die Frage ist nicht nur, wieviel Umsatz und dadurch entgeht, sondern vielmehr: Wieviel Zeit haben wir wichtigen Innovationen nicht widmen können.“

Der Verband engagiert sich daher bei der Werbung für technischen Nachwuchs mit den Kampagnen „superausbildung.de“ und „superstudium.de“.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 254380) | Archiv: Vogel Business Media