29.07.2009 | Redakteur: Reinhard Kluger

Auf dem Cluster-Kongress des Bayerischen Wirtschaftsministeriums diskutierten Ende Juli in Nürnberg rund 1500 Teilnehmer und hochkarätige Referenten über die Vorteile und Erfolge der Cluster.
„Die großartige Resonanz zeigt, dass das Interesse der Wirtschaft an der Cluster-Offensive unverändert hoch ist, gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Um aus den aktuellen Turbulenzen herauszukommen, brauchen wir neben allem Krisenmanagement weiterhin eine konsequente Innovationspolitik“, erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil.
Den Cluster-Kongress besuchten mehr als 1000 Wirtschaftsvertreter. Zeil: „Diese hohe Präsenz verdeutlicht, dass die Cluster drei Jahre nach ihrem Start zu wichtigen Partnern der mittelständischen Betriebe geworden sind. Sie vernetzen vor allem den Mittelstand mit anderen Unternehmen, Fachkräften und Forschungseinrichtungen. Die Cluster helfen kleineren Unternehmen mit zahlreichen Erleichterungen dabei, innovative Produkte erfolgreich auf den Markt zu bringen.“ Die Cluster hätten mittlerweile eine erhebliche Breitenwirkung in der bayerischen Unternehmenslandschaft erreicht.
Über zwei Drittel der beteiligten Unternehmen seien Mittelständler. Auch Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch betonte die Bedeutung der Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft. Zu den Referenten des Kongresses zählt neben Wirtschaftsminister Zeil und Wissenschaftsminister Heubisch auch die Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium Dagmar Wöhrl. In sechs Fachforen diskutieren führende bayerische Unternehmer und Wissenschaftler über Ziele, Chancen und Herausforderungen der Cluster. 200 Aussteller bieten Unternehmern die Möglichkeit, im persönlichen Gespräch Erfahrungen und Perspektiven auszutauschen. Nähere Informationen zur Cluster-Offensive sind unter www.cluster-bayern.de erhältlich.
Was Cluster zu leisten vermögen, dafür gibt es ein ein Würzburger Musterbeispiel. So bot die Ausstellung des Würzburger UWE-2-Satelliten auf dem Stand des Clusters Luft- und Raumfahrt. Minister Zeil bestaunte die kompakte Miniaturisierungstechnik, die einen kompletten Satelliten in einem Würfel von 10 cm Seitenlänge unterbringt. UWE-2 (Universität Würzburg Experimentalsatellit) soll nun Anfang August mit einer indischen Rakete ins Weltall starten und fortgeschrittene Navigationsexperimente durchführen. Besonders spannend fand der Minister die von Prof. Dr. Schilling vorgestellte Ausstrahlung dieser Satellitenzukunftstechnik auf neuartige Studiengänge der Uni Würzburg, wie das im Wintersemester erstmals startenden Bachelorprogramm Luft- und Raumfahrt-Informatik (siehe www.luft-und-raumfahrt.informatik.uni-wuerzburg.de). Derartige kombinierte Fachkenntnisse in Informatik mit dem spannenden Anwendungsgebiet Luft- und Raumfahrt sind derzeit in der Industrie weiterhin besonders gefragt.
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