Forschungsprojekt GreenSense am IMMS gestartet

Grundlagenforschung für ressourcen- und energieeffiziente intelligente Sensornetzwerke

14.06.12 | Redakteur: Ines Näther

Der Beiratssprecher Dr. Jörg Weber (h.,6.v.l.), Analytik Jena, mit Vertretern des Industriebeirates zum GreenSense-Auftakt sowie der Projektleiter der Forschungsgruppe, Dr. Eckhard Hennig (h., 2.v.l.) und die Geschäftsführer des IMMS, Prof. Dr. Ralf Sommer (l.) und Hans-Joachim Kelm (r.).
Der Beiratssprecher Dr. Jörg Weber (h.,6.v.l.), Analytik Jena, mit Vertretern des Industriebeirates zum GreenSense-Auftakt sowie der Projektleiter der Forschungsgruppe, Dr. Eckhard Hennig (h., 2.v.l.) und die Geschäftsführer des IMMS, Prof. Dr. Ralf Sommer (l.) und Hans-Joachim Kelm (r.).

Forscher des IMMS untersuchen Grundlagentechnologien für ressourcen- und energieeffiziente intelligente Sensornetzwerke. So fand kürzlich im Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme gemeinnützige GmbH (IMMS) das erste offizielle Treffen der Forschergruppe GreenSense mit dem Projektbeirat aus Vertretern Thüringer Industrieunternehmen statt.

Ziel des Projekts ist die grundlegende Erforschung und Entwicklung einer modularen Technologieplattform für energieautarke, massiv verteilte, intelligente Sensornetzwerke. Diese sollen ein breites Spektrum zukünftiger Anwendungsszenarien ermöglichen und insbesondere industrielle Produktions-, Transport- und Betriebsprozesse überwachen und regeln und diese so energieeffizienter und ressourcenschonender machen.

Selbst konfigurierende „Sensor-Wolken“

Grundlage dafür sind kostengünstige und energieeffiziente Hardware-Lösungen für Mehrgrößen-Sensoren mit eingebetteter elektronischer Signalverarbeitung, die die Forscher entwickeln werden. Für schwer zugängliche Stellen und kostensensitive Applikationen werden sie Energy-Harvesting-Lösungen zum energieautarken Betrieb drahtloser Sensoren erarbeiten. Neue Kommunikationsprotokolle sollen Informationsdurchsatz und Energiebedarf optimieren. Dank der Forscher werden sich die „Sensor-Wolken“ selbst konfigurieren. Zudem werden sie bezüglich der Material- und Ressourceneffizienz charakterisiert und kalibriert.

GreenSense vernetzt

Das Projekt ging als eines der 18 Gewinner der ersten Runde von 52 eingereichten Projekten zur Thüringer Ausschreibung für industrielle Forschergruppen hervor. Die durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Forschergruppe aus sieben wissenschaftlichen Mitarbeitern des IMMS arbeitet mit einem Projektvolumen von 750.000 Euro in 150 Personenmonaten bis Ende 2014. In die Forschungsarbeiten werden, wo immer möglich, regional verfügbare Technologien eingebunden. GreenSense wird damit zur Vernetzung von Thüringer Anbietern und Anwendern von Sensortechnik beitragen.

Projektbeirat aus Thüringer Unternehmen

Der Projektbeirat wird die Arbeiten der Forscher begleiten und besteht aus Vertretern der Thüringer Unternehmen Analytik Jena, H. Heinz-Meßwiderstände, IL Metronic Sensortechnik, MAZeT, Melexis, microsensys, scienova, Siegert TFT, Technische Universität Ilmenau, Tesona, Tetra, UST Umweltsensortechnik und X-FAB Semiconductor Foundries.

„Um intelligente Auswerteschaltungen und Kommunikationstechniken energie- wie ressourceneffizient zu machen und mit modernen Sensortechnologien zu verknüpfen, sind umfangreiche Arbeiten in der Grundlagenforschung notwendig“, erklärt Dr. Jörg Weber von Analytik Jena und Sprecher des Projektbeirates. „Diese können mittelständische Unternehmen nicht aus eigener Kraft bewältigen. GreenSense wird künftiges Marktpotential auf diesem Gebiet für Thüringer Unternehmen erschließen und darüber hinaus.“

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