Studie

Maschinen- und Anlagenbau muss sich für Zukunft rüsten

| Autor / Redakteur: Matthias Back / Sariana Kunze

Laut einer aktuellen EBS-Studie sind lediglich 16 Prozent der Unternehmen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus sind nach eigener Einschätzung gut oder sehr gut auf anstehende Veränderungsprozesse vorbereitet.
Laut einer aktuellen EBS-Studie sind lediglich 16 Prozent der Unternehmen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus sind nach eigener Einschätzung gut oder sehr gut auf anstehende Veränderungsprozesse vorbereitet. (Bild: Shestakoff/Fotolia)

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Nur 16 Prozent der Unternehmen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus sind nach eigener Einschätzung gut oder sehr gut auf anstehende Veränderungsprozesse vorbereitet. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Institute for Transformation in Business and Society“ (INIT) der EBS Universität für Wirtschaft und Recht. 86 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits in der Vergangenheit Erfahrungen mit Veränderungsprozessen gesammelt, dabei jedoch mehr als 40 Prozent die selbst gesetzten Ziele verfehlt. Daraus ergibt sich ein enormes Verbesserungspotenzial.

Der Maschinen- und Anlagenbau ist der größte industrielle Arbeitgeber Deutschlands und einer der wichtigsten Industriezweige. Rund zwei Drittel der deutschen Produktion gehen in den Export. Entsprechend sensibel reagiert die Branche auf globale konjunkturelle Einbrüche sowie neue Wettbewerber und Technologien.

Veränderungen vorauszusehen, sich auf diese einzustellen oder besser noch sie voranzutreiben ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Den sich daraus ergebenden Veränderungsdruck untersucht die Studie „Transformationsstrategien für die Zukunft – Das strategische Dilemma des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus“ des Institute for Transformation in Business and Society der EBS Universität.

Nachholbedarf in puncto Transformationsfähigkeit

„Vor allem veränderte Kunden- und Marktanforderungen, technologische Entwicklungen und neue Wettbewerber aus den Schwellenländern zwingen zur Veränderung in der Ausrichtung der Maschinen- und Anlagenbauer“, so Professor Dr. Peter Russo, Leiter der Studie und Direktor des INIT. Neue Produkte müssen immer schneller auf den Markt gebracht werden.

Rund 60 Prozent der befragten Unternehmen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus sehen sich unter großem Transformationsdruck, doch nur 16 Prozent erachten ihr Unternehmen als gut oder sehr gut auf eine bevorstehende Veränderung vorbereitet. Diese gravierende Lücke zeigt den enormen Nachholbedarf, der in puncto Transformationsfähigkeit besteht.

Dass es Ausnahmen gibt, zeigt das Beispiel Trumpf Gruppe. Berthold Leibinger, bis letztes Jahr Vorsitzender der Aufsichtsgremien des Maschinenbaukonzerns: „Transformation ist Teil unseres Unternehmenszwecks, wir forschen und suchen nach immer neuen Wegen“, so Leibinger in einem Interview im Rahmen der Studie. Transformation muss Chefsache werden und es muss ein neues Gesamtverständnis etabliert werden, so die Studienergebnisse.

Zwar haben 86 Prozent der befragten Unternehmen in der Vergangenheit Erfahrungen mit Veränderungsprozessen gesammelt, bei der Mehrzahl dieser Projekte (64 Prozent) standen jedoch Restrukturierungen und die Konzentration auf das Kerngeschäft im Mittelpunkt. Zukunftsgerichtete Maßnahmen wie die Erschließungen neuer Märkte und Geschäftsfelder oder Unternehmensakquisitionen spielten dagegen nur eine relativ untergeordnete Rolle (rund 29 Prozent).

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