Job-Futuromat

"Mein Job lässt sich zu 17% automatisieren"

| Redakteur: Matthias Brandstätter

Wenn KI, Roboter und Maschinen das Arbeiten übernehmen: Sind leere Büros bald an der Tagesordnung?
Wenn KI, Roboter und Maschinen das Arbeiten übernehmen: Sind leere Büros bald an der Tagesordnung? (Bild: Pixabay / CC0)

Ist die Digitalisierung nun ein Risiko oder eine Chance für die heutige Arbeitswelt? So oder so – ein Großteil der Berufsprofile verändert sich durch technologische Entwicklungen nachhaltig. Mit dem Job-Futuromat können Sie das Automatisierungspotenzial Ihres Berufs überprüfen.

Die Diskussion über die Zukunft der Arbeitswelt wird mitunter hitzig geführt: Auf der einen Seite stehen die Befürworter der digitalen Revolution, die die derzeitige Entwicklung begrüßen. Schließlich setzen Maschinen, die einen Großteil der modernen Produktion selbstständig übernehmen, menschliche Arbeitskraft und vor allem kreative Ressourcen frei. Auf der anderen Seite stehen die Skeptiker, die vor Massenarbeitslosigkeit und tiefgreifenden wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Veränderungen warnen. Auffallend häufig verlaufen die Debatten sehr emotional und zeichnen entweder eine schillernde Sci-Fi-Zukunft oder eine Dystopie, in der der Mensch von Maschinen entmachtet wird.

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Die Zukunft der Arbeit

Auch die ARD beschäftigt sich eingehend mit dieser Fragestellung: Für die Themenwoche "Zukunft der Arbeit" produzierte der Sender verschiedene Beiträge und Reportagen, die den Zuschauer umfassend über technische Möglichkeiten und deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt informieren. Ein besonderes Highlight hierbei ist der Job-Futuromat. Mit Hilfe des Online-Tools kann der User den „Grad der Automatisierbarkeit“ seines Berufes ermitteln: Dieser entspricht dem Anteil an wesentlichen Aufgaben (Tätigkeiten), die theoretisch schon heute von Maschinen, Robotern oder Computerprogrammen ausgeführt werden könnten. Das Ergebnis bewegt sich in einer Spanne von 0 % bis 100 %, wobei ein hoher Prozentwert ein hohes Automatisierungspotenzial der Tätigkeit beschreibt.

32 Prozent der Berufe weisen einen hohen Automatisierungsgrad auf

Für das Tool hat die ARD mit Experten der Bundesagentur für Arbeit (BA) und deren Forschungseinrichtung, dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kooperiert. Dank dieser Zusammenarbeit kann der Job-Futuromat auf einen umfangreichen und hochwertigen Datenpool zurückgreifen. Und der Selbsttest (siehe Bilderserie) zeigt, dass die Tätigkeiten, die das Tool für die Berufe als wesentlich definiert, tatsächlich recht zutreffend sind. Das Aufgabenprofil haben die Berufsexperten des IAB für die knapp 4000 abrufbaren Berufe auf Basis von Ausbildungsordnungen oder Stellenausschreibungen herausgearbeitet. Ein interessantes Ergebnis: Bereits ein Drittel der Berufe zeichnet sich durch einen hohen Automatisierungsgrad (größer als 50%) aus. Demnach könnten smarte Maschinen – zumindest in technischer Hinsicht – die Hälfte der entsprechenden Tätigkeiten automatisiert und selbstständig ausführen. Bei 317 der untersuchten Berufen liegt der Automatisierungsgrad sogar zwischen 90 % und 100 %. Rein technologisch betrachtet könnten diese Jobs - immerhin fast 10 % – also bald von Maschinen übernommen werden. Eine Abkühlung der Diskussionen über die neuen, digitalen Arbeitsverhältnisse ist in Anbetracht dieser Zahlen also nicht in Sicht.

Wenn Sie selbst den Test machen möchten: Hier geht's zum Job-Futuromat.

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