Prüfstand

Prüfgerät macht auch Wartungsfreie Vakuumkammern sicher

18.11.2011 | Redakteur: Sariana Kunze

Durch das Vakuum in der Schaltkammer wird der Schaltlichtbogen auf ein Minimum reduziert. Dieses Prinzip arbeitet extrem zuverlässig innerhalb auch sehr großer Schaltzyklen – und ist

Durch das Vakuum in der Schaltkammer wird der Schaltlichtbogen auf ein Minimum reduziert. Dieses Prinzip arbeitet extrem zuverlässig innerhalb auch sehr großer Schaltzyklen – und ist zum Teil über Jahrzehnte störungsfrei im Einsatz. Ein Lob an die Hersteller, ihre Produkte schalten mühelos Kurzschlussströme bis zu 50kA und werden aufgrund dieser hohen Leistungsfähikeit in Schaltzellen der Mittelspannungsnetze oder im Bahn-Bereich als Lastschalter eingesetzt.

Das Problem: Durch diese hohe Zuverlässigkeit neigen ihre Betreiber leicht dazu , diese Vakuum-Schaltanlagen nur sehr selten – oder gar nicht – zu überprüfen. Doch kein von Menschenhand geschaffenes System arbeitet für immer ohne Fehler. Je älter diese Schaltanlagen werden, desto näher kommt der Tag, an dem selbst diese Systeme versagen können. Viele dieser Vakuumschaltanlagen sind bereist seit ca. 35 Jahren im Einsatz.

„Wartungsfrei“ heißt nicht „prüfungsfrei“. Denn gemäß Betriebs-Sicherheits-Verordnung (BetrSichV) ist jedes (!) Arbeitsmittel regelmäßig zu überprüfen. Die Basis dafür bildet die „Gefährdungsbeurteilung“. Und genau diese ist für den stets verantwortlichen Anlagenbetreiber die beste Absicherung bei juristischen Folgen. Nach einer Erstbeurteilung (die schon vor langer Zeit erfolgte) ergeben sich für den Anlagenbetreiber im laufenden Betrieb zusätzliche Pflichten für erneute oder wiederholte Gefährdungsbeurteilung. Eine Beurteilung von Gefahrenpotenzialen wird zudem zwingend erforderlich wenn:

  • in „regelmäßigen“ Abständen, insbesondere bei Änderungen von Vorschriften
  • bzw. bei Veränderungen des Standes der Technik,
  • wenn Einrichtungen wesentlich erweitert oder umgebaut werden,
  • wenn die Nutzung der Einrichtungen wesentlich geändert wird,
  • vor Anschaffungen neuer Maschinen und Produktionseinrichtungen sowie
  • bei wesentlichen Änderungen der Arbeitsorganisation.

VIDAR von Megger ist das einzige Prüfgerät auf dem Markt, mit dem diese Vakuumkammern sicher geprüft werden können. Mit sechs Prüfspannungen zwischen 10 und 60 kV DC kann sich der Betreiber einfach vergewissern, ob die Schaltkammer unversehrt ist. Eine dieser Spannungen kann der Kunde bei der Bestellung frei gewählt werden. Das Ergebnis wird sofort mit einer grünen (gut) oder roten Meldeleuchte (schlecht) angezeigt. Für die Sicherheit sorgen eine Zweihandbedienung sowie eine Warnleuchte bei Hochspannung. VIDAR wurde in Zusammenarbeit mit den führenden Herstellern von Vakuum-Leistungsschaltern entwickelt. Das Gerät wiegt nur 6 kg. Der Umgang mit ihm ist sehr einfach, da die Schaltkammer nicht ausgebaut

werden muss. Deshalb ist VIDAR sehr gut für den Einsatz vor Ort geeignet.

SPS/IPC/DRIVES 2011: Halle 7A, Stand 640

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