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Solar-Wechselrichter

Mit trafolosen Wechselrichtern lassen sich 98 Prozent Wirkungsgrad erreichen

 

28.05.2009 | Redakteur: Reinhard Kluger

 

Trafolose Wechselrichter ergänzen die Solarwechselrichter-Reihe Sinvert der Siemens-Division Industry Automation. Gegenüber den Vorgängergeräten mit Trafo erreichen die neuen dreiphasigen Photovoltaik-Wechselrichter einen bis zwei Prozent höheren Wirkungsgrad: 98 Prozent in Master-Slave-Kombination nach Euro-Eta. Damit erzielt der Anlagenbetreiber einen höheren Ertrag bei der Einspeisung ins Mittelspannungsnetz. Zudem lassen sich optional die Systemkosten mit einem von 900 auf 1.000 V erhöhten Spannungsfenster reduzieren. Dabei sind zum Beispiel mehr PV (Photovoltaik)-Module in einem Strang zusammengeführt, und es werden weniger Generatoranschlusskästen sowie geringere Kabelquerschnitte benötigt. Die neue Wechselrichterreihe gibt es in abgestufter Leistung mit 500, 1000 und 1500 Kilowatt sowie mit zwei Megawatt als derzeit leistungsfähigstes trafoloses Gerät am Markt. Die Wechselrichter eignen sich zum Einsatz in mittleren und großen PV-Kraftwerken. Die neuen Zentralwechselrichter erfüllen die aktuellen Mittelspannungsrichtlinien und lassen sich als Einzelgerät oder in Kombination einsetzen. Das Master-Slave-Prinzip mit „rotierendem Master“, von Siemens vor über zehn Jahren am Markt eingeführt, ist vor allem bei unterschiedlicher Sonneneinstrahlungsstärke im Tagesverlauf oder bei Bewölkung von Vorteil.

Erhöhung des Wirkungsgrades

Je nach Einstrahlung werden die benötigten Wechselrichter mit einem ausgeklügelten Verfahren zu- oder abgeschaltet. Dies erhöht den Wirkungsgrad der Solaranlage insbesondere im Teillastbetrieb. Abhängig von der Lichtintensität werden nur die benötigten Wechselrichter betrieben. Durch die Verschaltung von bis zu vier Wechselrichtern zu einem Master-Slave-System läuft die Anlage schon bei geringer Sonneneinstrahlung an und erreicht auch im unteren Leistungsbereich sehr hohe Wirkungsgrade. Der rotierende Master trägt zur Langlebigkeit des Systems bei: Stets wird die Wechselrichtereinheit mit den geringsten Betriebsstunden als Master angesteuert und damit die Betriebszeit gleichmäßig auf die Wechselrichter verteilt.
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