11.03.2011 | Redakteur: Sariana Kunze
Das Singapur die grünste Metropole Asiens ist geht aus der Asian Green City Index Studie hervor. Die Studie die von Siemens bei einem unabhängigen Forschungsinstitut ‚Economist Intelligence Unit‘ (EIU) in Auftrag gegebenen wird.
Die EIU untersuchte dazu in den vergangenen Monaten 22 asiatische Metropolen hinsichtlich ihrer Zielsetzungen und Leistungen beim Umwelt- und Klimaschutz. Die Stadt Singapur zeichnet sich insbesondere durch ihre ambitionierten Umsatzziele und die effiziente Vorgehensweise aus, diese Ziele zu erreichen. Aber auch in anderen asiatischen Städten spielen Umweltbewusstsein und Klimaschutzrichtlinien eine immer bedeutendere Rolle. „Der Asian Green City Index unterstützt Städte beim nachhaltigen Ausbau ihrer Infrastruktur. Wir wollen aufstrebenden Metropolen in Asien ein gesundes Wachstum bei hoher Lebensqualität ermöglichen“, sagte Babara Kux, Mitglied des Vorstands von Siemens und Chief Sustainability Officer des Konzerns.
Der Asian City Index beleuchtet den Beitrag von 22 asiatischen Großstädten zum Umweltschutz in acht Kategorien: Energie und CO2, Landnutzung und Gebäude, Verkehr, Abfall, Wasser, Abwasser, Luftqualität sowie Umweltmanagement. Die Methodik entwickelte die EIU mit Unterstützung führender Stadtexperten weltweit, unter anderem von der OECD, der Weltbank und dem asiatischen Kommunen-Netzwerk CityNet. „Die Städteanalyse in Asien zeigt eines ganz deutlich: Ein höheres Einkommen bedeutet nicht zwangsläufig einen höheren Ressourcenverbrauch. Der Ressourcenverbrauch steigt zwar bis zu einem jährlichen Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 15.000 Euro pro Kopf deutlich an, bei weiter darüber hinaus steigendem Einkommen sinkt er aber wieder“, sagte Jan Friederich, Forschungsleiter für die Studie bei der EIU. Der Grund: Wohlhabende asiatische Städte haben ein höheres Umweltbewusstsein und effizientere Infrastrukturen. Sie senken aktiv ihren Rohstoffverbrauch und entwickeln sich somit nachhaltiger. „Städte, die im Index gut abgeschnitten haben, zeichnen sich außerdem durch die Fähigkeit aus, beschlossene Umweltprojekte erfolgreich zu implementieren und Regelungen konsequent durchzusetzen“, sagte Friederich.
Die fortschreitende Landflucht in Asien ist beispiellos in der Geschichte der Menschheit. Laut der United Nations Population Division stieg der Anteil der Bevölkerung Asiens, der in Städten lebt, in den letzten 20 Jahren um rund ein Drittel auf über 40 Prozent. Allein in den letzten fünf Jahren wuchs die Zahl der Bevölkerung in asiatischen Städten jeden Tag um 100.000 Menschen. Und diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. In China wird es laut Experten bis 2025 weit über 200 Städte geben, in denen mehr als eine Mio. Menschen leben. 2011 gibt es dort knapp 90, in Europa sind es derzeit 25 Städte mit dieser Bevölkerungszahl.
»1 »2 nächste Seite
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 372121) | Fotos: pixelio_BirgitH