Pitchantriebe

Neues Konzept: Direktantrieb für Windenergieanlagen

12.11.2010 | Redakteur: Reinhard Kluger

Planetengetriebe: Typ 325 Bild: Bonfiglioli

Der italienische Antriebsspezialist Bonfiglioli hat ein ungewöhnliches Konzept für Pitchantriebe in Windenergieanlagen entwickelt. Statt der üblichen Kombination aus Zahnkranz und

Der italienische Antriebsspezialist Bonfiglioli hat ein ungewöhnliches Konzept für Pitchantriebe in Windenergieanlagen entwickelt. Statt der üblichen Kombination aus Zahnkranz und Ritzel favorisiert man den Direktantrieb. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand: Keine offenen Verzahnungen, keine offener Auftrag von Schmiermitteln und die Möglichkeit, das Getriebespiel gegen Null zu minimieren. Im Konzept wird der Pitchantrieb in die zentrale Achse des Rotorblatts gesetzt. Montiert auf einer im Rotorkopf fixierten Drehmomentstütze ist das Gehäuse des eingesetzten sehr kompakten Planetengetriebes mit dem beweglichen Teil des Rotorblatts fest verbunden. Die Drehung des Getriebegehäuses entspricht exakt der Verstellung des Rotorblatts. Durch das Konzept kann auf den großen, den Ansatz des Rotorblatts umlaufenden Zahnkranz verzichtet werden. Der offene Zahneingriff vom Getriebemotorenritzel in diesen Zahnkranz entfällt genauso wie die dafür notwendige und wartungsunfreundliche Schmierung. Der direkte Antrieb der Rotorblattverstellung lässt es ohne großen Aufwand zu, die Verstellung schier spielfrei zu bekommen. Bei Stellungsanpassungen während der Rotordrehung zur Optimierung der Energieausbeute kann die Genauigkeit eine Spielfreiheit der Rotorblattstellung Vorteile bieten und die Energieeffizienz erhöhen.

SPS/IPC/Drives 2010: Halle 4, Stand 346

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