Busmonitor

Problemen in der Hausautomation auf der Spur

| Autor / Redakteur: Gerald Palmsteiner, Andreas Zeiff* / Ines Stotz

Taster, Leitung oder was? Der PNX-Monitor erlaubt schnelle Eingrenzung.
Taster, Leitung oder was? Der PNX-Monitor erlaubt schnelle Eingrenzung. (Bild: PEAKnx)

Der Trend in der Gebäudetechnik hin zur Automatisierung hat inzwischen auch die Eigenheime erreicht. Aber was macht man im Fehlerfall? Eine Monitoringsoftware empfiehlt sich hier als nützliches Tool. Es überwacht ständig im Hintergrund die Gebäudekommunikation und deckt so selbst sporadische Fehler sicher auf.

Eine gute Gebäudeautomatisierung arbeitet wie ein Butler dezent im Hintergrund und wird – solange sie reibungslos funktioniert – kaum beachtet. Aber was passiert wenn der elektronische Helfer ausfällt, oder schlimmer, wenn Fehler nur sporadisch auftreten? Bei der Suche nach der Fehlerquelle wird dann ein sogenannter Bus-Monitor zum nützlichen Tool. Er überwacht alles was im Netzwerk passiert, loggt die Daten und bietet übersichtliche Tabellen zur Analyse an. Klingt komplex? Ist es auch, schließlich sind auch in einem Einfamilienhaus oft dutzende Geräte am Netzwerk angeschlossen. Wichtig ist deshalb, dass ein Analysewerkzeug diese Komplexität für Nichtfachleute verständlich darstellt. Dann findet der Hausherr bei auftretenden Fehlern schnell die Störquelle und kann sie entweder selbst beheben oder gezielte Aufträge vergeben. Das spart wertvolle Zeit und nicht zuletzt auch Kosten.

Immer auf Draht

Im Gebäudemanagement hat sich der KNX-Bus allgemein als Standard etabliert. Der PNX-Monitor läuft parallel zur Automatisierungssoftware, überwacht den Bus und ist ständig bereit, etwaige Fehler- oder Störquellen aufzuspüren und zu dokumentieren. Je nach Einstellung werden dann kurze Ausschnitte oder Langzeitaufnahmen über mehrere Tage protokolliert. Eine tabellarische Übersicht zeigt den gesamten Verkehr im KNX-Netzwerk an, inklusive der Telegramme, die vom Überwachungsmonitor selbst verschickt wurden. Dabei werden „Request“ und „Response“ in der Tabelle angezeigt und die jeweiligen Telegramme inklusive Feedback in der Tabelle zugeordnet. Während das KNX-Netzwerk überwacht wird, werden alle physikalischen Adressen, welche in den KNX-Telegrammen genutzt werden, verarbeitet und gesichert. Diese liefern wertvolle Informationen, die wiederum in bestimmten KNX-Installationen Verwendung finden.

Vielfältige Heimdiagnose

Die Vorteile des permanenten Monitorings werden in der praktischen Anwendung schnell klar: Reagiert ein Aktor, zum Beispiel eine Lampe, überhaupt nicht auf einen geänderten Schaltzustand, gibt es vier Fehlermöglichkeiten. Trivial und einfach zu erkennen: die Lampe ist defekt. Schwieriger wird es bei Taster- und Aktorfehlern oder defekter Leitung. Um den Fehler einzugrenzen, bietet der PNX-Monitor die Möglichkeit, per Signalmonitoring zu überprüfen, ob der Taster Signale sendet. Ist dies der Fall, bleiben nur noch Aktor und Leitung als Fehlerursache. Reagiert der Aktor, im Beispiel der Stromschalter der Lampe, auf ein manuell erzeugtes Signal aus dem Monitor, liegt der Defekt zwischen Taster und Aktor, ist also ein klassischer Leitungsfehler. Reagiert der Aktor dagegen nicht, ist selbiger, im Beispiel die Lampe, defekt.

Größere Projekte profitieren ebenfalls von einem solchen permanenten Monitoring. Gibt es etwa immer um 17:00 Uhr ein Problem mit der nach Sonnenstand gesteuerten Rollladenanlage, kann mit Hilfe des Monitors genau der betroffene Zeitraum analysiert werden. Der Mitarbeiter, der die Wartung durchführt, setzt einen Filter beispielsweise auf die Daten der vermuteten Gerätegruppen und eine bestimmte Uhrzeit, um den Fehler einzugrenzen, und kann so live das Problem visualisieren. Parallel werden im Hintergrund alle anderen anfallenden Telegramme permanent gespeichert. Das Ergebnis der Filtereinstellung kann dann exportiert werden und steht vor Ort oder zuhause für eine Fehleranalyse bereit.

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