IoT

PTC kauft Kepware für IoT-Angebot im Bereich Industrieautomation

| Redakteur: Sariana Kunze

Jim Heppelmann, Präsident und CEO bei PTC, will den Nutzen des Internets der Dinge zugänglich zu machen.
Jim Heppelmann, Präsident und CEO bei PTC, will den Nutzen des Internets der Dinge zugänglich zu machen. (Bild: PTC)

Kepware, ein Unternehmen, das Kommunikationssoftware zur Automatisierung in der Industrie realisiert, wurde für rund 100 Mio. Dollar sowie weitere 18 Mio. Dollar an PTC verkauft. Mit der Übernahme will PTC sein Portfolio für das Internet der Dinge (IoT) erweitern und beschleunigt den Markteintritt im Fertigungsumfeld sowie im industriellen IoT (IIoT).

Gegründet 1995 mit Sitz in Portland, Maine, betreut Kepware Kunden in mehr als 120 Ländern weltweit, die in Branchen wie Fertigung, Öl und Gas, Gebäudeautomation, Energie und Versorgungsunternehmen tätig sind. Das Flaggschiff KEPServerEX verbindet verschiedene Geräte und Steuerungssysteme und stellt den Anwendern eine zentrale Quelle für industrielle Daten zur Verfügung. KEPServerEX wird einer der strategischen Bausteine der Technologie-Plattform PTC ThingWorx. Sobald die Produkte der beiden Unternehmen integriert sind, lassen sich die Maschinendaten in der PTC ThingWorx Plattform aggregieren, mit einer Vielzahl an internen und externen Informationen bündeln und mithilfe der maschinellen Lernfunktionalität von ThingWorx analysieren. Die Integration wird den Organisationen eine unternehmensweite Wissensbasis erschließen und es ihnen durch eine Verbesserung von operativer Performanz, Qualität und Markteinführungszeiten erlauben, geschäftskritische Prozesse proaktiv zu optimieren.

Verbesserung der Fertigungsfunktionalität im gesamten Netzwerk

„Die digitale Welt birgt neue Möglichkeiten. Unternehmen können die Daten aus ihren Fertigungsprozessen nutzen, um neue Geschäftschancen zu schaffen und die unternehmerische Leistung zu beeinflussen. In der Fabrik der Zukunft muss der Fokus auf der Verbesserung der Fertigungsfunktionalität im gesamten Netzwerk liegen“, sagen Simon Jacobson, Principal Analyst, und Rick Franzosa, Research Director von Gartner. Im Forschungsbericht The Internet of Things: Mapping the Value Beyond the Hype stellt das McKinsey Global Institute im Juni 2015 fest, dass sich in der Fertigung durch das Internet der Dinge höchstes Potenzial ergibt. PTC hat ein eigenes Segment eingerichtet und mit GE eine strategische Partnerschaft aufgebaut, um sich die Möglichkeiten dieses Marktes zu erschließen. Die Übernahme von Kepware rundet die Allianz mit GE ab.

Kepware und PTC haben zahlreiche gemeinsame Kunden, denen die Übernahme zugutekommt. Firmen, die Kepware im Einsatz haben, sollen vom breiten Funktionsspektrum der PTC ThingWorx Technologie-Plattform profitieren. Kepware bietet den Kunden von PTC eine Konnektivitätsoption, um Daten aus einer Vielzahl an industriellen Steuerungen und Fertigungssystemen zu visualisieren und damit die Umsetzung ihrer intelligenten, vernetzten Fertigungsinitiativen zu beschleunigen.

„Bei PTC ist es uns ein Anliegen, Fertigungsunternehmen, Infrastrukturbetreibern und anderen Firmen den enormen Nutzen des Internets der Dinge zugänglich zu machen“, sagt Jim Heppelmann, Präsident und CEO von PTC. „Mit dieser Übernahme erobern wir uns den Zugang zu sehr heterogenen Fertigungs- und Betriebsumgebungen und gewinnen eine beeindruckende Gruppe an Kunden sowie ein hochqualitatives und profitables Unternehmen mit unglaublich talentierten Mitarbeitern.“

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