Elektromotoren

Pumpenantrieb: Wasser marsch für Littleton

| Autor / Redakteur: Detlef Wortmann / Karin Pfeiffer

Die Einspareffekte für Pump Waters liegen bei voraussichltlich 5 Mio. Kilowattstunden pro Jahr. Das senkt die Energiekosten um rund 0,6 Mio. Euro.
Die Einspareffekte für Pump Waters liegen bei voraussichltlich 5 Mio. Kilowattstunden pro Jahr. Das senkt die Energiekosten um rund 0,6 Mio. Euro. (Bild: WEG)

Modernisiert für Kapazität und Effizienz: Jetzt fließt mehr Wasser durch die alte Pumpstation von Thames Water in Littleton - und das deutlich sparsamer. Boulting Pump Management hat das System konzipiert und mit energieeffizienten Motoren von WEG umgesetzt.

Eine Modernisierungsmaßnahme zur Steigerung der Kapazität und der Effizienz hauchte der 90 Jahre alten Pumpstation des Wasserversorgers Thames Water neues Leben ein. Die in der Grafschaft Surrey gelegene Rohwasserpumpstation Littleton ist eine der größten Wassergewinnungsanlagen von Thames Water. Die Anlage versorgt einen der größten Rohwasserspeicher in Großbritannien und ist ein wesentlicher Bestandteil der Trinkwasserversorgung Londons sowie einiger umliegender Grafschaften.

Die Pumpstation wurde in den 1920ern mit vier dampfbetriebenen, axial geteilten, doppelflutigen Horizontalpumpen mit 900 mm Auslass errichtet. Sie weisen am Arbeitspunkt eine Saughöhe von 3,6 m auf und können jeweils 340 Mio. Liter Wasser pro Tag fördern. In den 1950ern hat der Wasserversorger drei der Pumpen mit Elektromotoren ausgerüstet.

Ein wichtiges Ziel des aktuellen Modernisierungsprojekts war es, die Effizienz der in die Jahre gekommenen Pumpstation zu verbessern und die Energiekosten zu senken. Weil sich mit der erhöhten Wirtschaftlichkeit langfristig Einsparungen erzielen lassen, könnten damit zudem weitere Maßnahmen an anderen Pumpstationen finanziert werden.

Um diese Ziele zu erreichen, wandte sich Thames Water an die Boulting Group, einen langjährigen Partner und Experten für Modernisierungsprojekte. Neben der Steigerung der Pumpkapazität ging es darum, die Anlage über ein automatisiertes Steuerungssystem aus der Ferne zu überwachen und zu bedienen. Diese Möglichkeit soll den zeitaufwendigen Personaleinsatz vor Ort reduzieren.

Der Boulting-Geschäftsbereich Pump Management („Boulting“) verfolgte bei der Implementierung des Modernisierungsprojekts einen ganzheitlichen Ansatz: Pumpen, Motoren, Getriebe, Steuerung und Schaltgeräte – das Projektteam hat alles auf Optimierungspotenzial hin überprüft. Zudem hat es eine neue Steuerung entwickelt, die den Energieverbrauch reduzieren und die Fernbedienung ermöglichen sollte.

Die Erneuerung der vorhandenen Motoren kristallisierte sich schnell als Schlüsselelement innerhalb des Modernisierungsprojekts heraus. In Sachen Antriebstechnik wandte sich Boulting an WEG, einen langjährigen Partner.

Gemeinsam haben Boulting und WEG in den vergangen bereits in vielen Projekten ältere, weniger effizienter Motoren durch moderne High-Efficiency-Motoren ersetzt und in Betrieb genommen. Insgesamt hatte WEG bereits mehr als 100 Motoren mit Leistungen von 55 kW bis 900 kW an Boulting geliefert.

Viele dieser Motoren stammten aus der Baureihe W22, die Baugrößen von IEC 63 bis 355A/B umfasst und einen Leistungsbereich von 0,12 bis 500 kW abdeckt. Die Motoren bieten höchste Produktivität und Zuverlässigkeit für Anwendungen, bei denen minimale Stillstandzeiten ein kritischer Faktor sind. Die höheren Leistungen hat WEG mit Motoren der neu entwickelten Baureihe W50 abgedeckt.

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