Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

Roboterfußballer holen WM-Titel wieder nach Bremen

| Redakteur: Sariana Kunze

Das Bremer Team B-Human (in rot) erkämpft sich den WM-Titel zurück.
Das Bremer Team B-Human (in rot) erkämpft sich den WM-Titel zurück. (Universität Bremen/DFKI)

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Das Bremer Team „B-Human“ ist erneut Fußball-Weltmeister. „Wir sind überglücklich, den Titel zurück nach Bremen geholt zu haben“, sagte Teamchef Dr. Thomas Röfer nach dem Titelgewinn bei den 17. „RoboCup“-Weltmeisterschaften am Sonntag im niederländischen Eindhoven. Im vergangenen Jahr hatte sich sein Team im Finale noch geschlagen geben müssen.

In Eindhoven setzte es sich nun im deutsch-deutschen Finale der Standard Platform League gegen das Nao Team HTWK aus Leipzig klar mit 6:2 durch. „B-Human“ – eine Kooperation der Universität Bremen und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) – ist damit zum vierten Mal Weltmeister in einem Wettbewerb, in dem jedes Jahr die Anforderungen steigen.

Roboterliga verdoppelt Spielfeld

Denn der internationale Wettbewerb in der Standard Platform League, in der “B-Human“ standesgemäß antritt, ist auch in diesem Jahr um einige Herausforderungen erweitert worden. So wurde die Spielfeldgröße der Roboterliga auf 9 x 6 Meter vergrößert; das entspricht mehr als einer Verdopplung des Aktionsfeldes. Entsprechend wurde die Zahl der Spieler von vier auf fünf pro Team erhöht. Für die Wissenschaftler steigen damit die Anforderungen an die Spielintelligenz ihrer Roboter – und damit an die Software. Die Roboter müssen weitere Strecken zurücklegen, durch den fünften Spieler steigt außerdem die Komplexität des Zusammenspiels.

Auch beim Roboterfußball mischen die Deutschen vorne mit

„B-Human“ konnte das bei der WM nicht stoppen. Im Halbfinale besiegten die Bremer bereits UT Austin Villa aus Texas (USA) eindeutig mit 8:0. Diese Revanche – im vergangenen Jahr verloren die Bremer gegen die Texaner das Finale – beflügelte das Team: Im Finale folgte dann die Neuauflage des Finales der German Open, das die Bremer im Frühjahr in Magdeburg für sich entscheiden konnten. Bis zur Halbzeit hatte es bei der WM noch keinen eindeutigen Favoriten gegeben. 2:1 führten bis dahin die Bremer, zogen dann aber im zweiten Durchgang davon.

Mit dem 6:2-Sieg hat das Team „B-Human“ nun seine Titelsammlung eindrucksvoll erweitert. Die Bremer sind jetzt amtierende deutsche Meister und WM-Sieger. Neben dem Wettbewerb konnte „B-Human“ die Fachwelt in allen drei Zusatzwettbewerben (Technical Challenges) mit Weiterentwicklungen beim Passen zwischen drei Robotern und dem Zusammenspiel mit Robotern aus anderen Teams beeindrucken. Erstmals konnten die Bremer zudem einen Eckstoß demonstrieren, den es in der Standard Platform League bislang noch nicht gab. „Jedes Jahr wird das Spiel komplexer“, sagte DFKI-Forscher Röfer. „Stück für Stück nähern wir uns unserem Endziel, an die Fähigkeiten menschlicher Fußballer heranzukommen.“

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