Energieberatung

Schwarze Schafe enttarnen: Keine Abzocke mit der Energie

| Autor / Redakteur: Sariana Kunze / Sariana Kunze

Mit einer professionellen Energieberatung können Energiekosten um bis zu 80 Prozent gesentk werden.
Mit einer professionellen Energieberatung können Energiekosten um bis zu 80 Prozent gesentk werden. (Bild: © VRD/Fotolia.com)

Energieberater kann jeder werden, doch Fördergelder bekommt man nur bei zertifizierten Dienstleistern. Wer auf der Suche nach einem Energieberater ist, sollte wissen, was einen professionellen Berater ausmacht.

In Zeiten ständig steigender Energiepreise rücken energieeffiziente Gebäude immer mehr in den Vordergrund. Wer als Unternehmen, Stadt, Kommune oder auch Privatperson mehr Energieeffizienz in den eigenen vier Wänden haben möchte, zieht eine Energieberatung in Erwägung. Denn so können staatliche Förderungen und günstige Kredite in Anspruch genommen werden. In den meisten Fällen können sogar bis zu 80 Prozent der Kosten für die Erstellung eines umfangreichen Energiekonzeptes gefördert werden. Bei der Auswahl ist jedoch große Vorsicht geboten, denn unter den Energieberatern tummeln sich viele schwarze Schafe, da der Begriff des Energieberaters als Berufsbezeichnung nicht geschützt ist. „Prinzipiell kann sich jeder so nennen, der verschiedene Stromanbieter vergleicht oder eine Glühlampe durch LED-Leuchten ersetzt. Das hat mit einem professionellen Energiekonzept aber überhaupt nichts zu tun, denn hier ist viel Know-how und spezielle Fachkompetenz gefordert“, weiß Cornelius Ober, Geschäftsführer der ESA-Energieberatung, einem Geschäftsbereich der Cornelius Ober GmbH mit Sitz in Eisenach, Thüringen.

Energiekosten um 80 Prozent senken

Professionelle Dienstleister erstellen zunächst immer ein kostenloses und unverbindliches Angebot. Außerdem analysieren und beantragen sie die individuellen Fördermöglichkeiten einer Energieberatung bereits im Vorfeld. Kunden wissen so bereits vor dem Start des Projekts, welche Kosten entstehen und erleben so keine bösen finanziellen Überraschungen im Nachhinein. „Den wenigsten ist bewusst, dass in den meisten Fällen bereits die Kosten für die Erstellung eines umfangreichen Energiekonzepts zu 80 Prozent gefördert werden können. Diese Förderung kann aber nur dann beantragt und in Anspruch genommen werden, wenn das Energiekonzept von einem zertifizierten Energieberater erarbeitet wurde“, sagt Cornelius Ober, der unter anderem von der KfW, BAFA und Thüringer Aufbaubank zertifiziert wurde. Eine seriöse Energieberatung beinhaltet eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen und Tätigkeiten, um sowohl in Unternehmen als auch Privathaushalten Energiekosten effektiv zu senken. „So lassen sich hier im Vergleich zu unsanierten Gebäuden bis zu 80 Prozent Energiekosten sparen – und zwar sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich“, betont der Energieexperte. Für Unternehmen ist es von zentraler Bedeutung, die größten Verbraucher aus dem Bereich der Querschnittstechnologien – wie Drucklufterzeugungsanlagen, Wärmerückgewinnungsanlagen, Kälte-, Lüftungs- und Klimatechnikanlagen – zu optimieren. Auch Lastganganalysen, Preiskontrolle und die Prüfung der Wahl der Energieträger fallen unter die Optimierungsmöglichkeiten. „Die Förderung dieser hocheffizienten, am Markt verfügbaren Querschnittstechnologien durch die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) wurde verlängert und kann noch bis Ende 2019 in Anspruch genommen werden“, weiß Cornelius Ober. Aber auch die Aspekte Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Ressourcen- und Klimaschonung spielen bei der Entscheidungsfindung immer häufiger eine wichtige Rolle. „Welche Maßnahmen und einzelnen Schritte zum Tragen kommen, variiert von Projekt zu Projekt und hängt immer stark von den individuellen Gegebenheiten und Zielvorstellungen ab“, erklärt der Energieberater. So umfasst das Leistungsspektrum im Rahmen der Energieberatung viele verschiedene Bereiche. Beispielsweise zählt die Beratung zu möglichen Erneuerungen von Heizungs- und Lüftungsanlagen oder der Außendämmung von Wänden, Dächern und Fenstern genauso dazu wie die Aufdeckung von Einsparpotenzialen bei den Energiekosten in Büro-, Fabrik- und Wohngebäuden. Die Erstellung von Sanierungskonzepten, die Beantragung von Fördermitteln und die Analyse zur Steuererstattung von Energiesteuern gehören ebenfalls dazu.

Messtechnik enttarnt schwarze Schafe

Am Anfang steht immer die genaue Analyse. Neben dem ausführlichen, persönlichen Gespräch mit dem Kunden, der Vor-Ort-Begehung und der Erhebung unterschiedlicher Daten bildet die messtechnische Untersuchung den wichtigsten Teil, um einen exakten Ist-Zustand zu erhalten und so Einsparpotenziale im Energiekonzept transparent zu machen. Oft trennt sich spätestens hier bei den Energieberatern die Spreu vom Weizen, denn die Anschaffung der technischen Geräte bedeutet eine nicht unerhebliche Investition, ohne die eine exakte und qualifizierte Analyse, Planung und Konzeptionierung nicht möglich ist.

„Wir verfügen über modernstes Equipment aus dem Bereich Messtechnik. Dabei erfassen unsere Messungen Energieströme von elektrischer oder thermischer Natur“, erläutert Cornelius Ober. So handelt es sich im Einzelnen z.B. um elektrische Messungen, Durchflussmessungen an Rohrleitungssystemen, Klimamessungen, Infrarotthermografie, Messungen der Beleuchtungsstärke und Ultraschall-Druckluftleckage-Messungen. Die gewonnenen Daten fasst der Energieberater dann in einem Energieflussdiagramm zusammen. Der Experte erklärt zur Energieberatung abschließend: „Nur so können wir Schwachstellen aufspüren und auf Basis der gemessenen Daten ein individuell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenes Energiekonzept erarbeiten, das sämtliche Ist-Werte und natürlich entsprechende Vorschläge für Maßnahmen enthält, die eine Energieeffizienzsteigerung und Kosteneinsparung erzielen.“

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