Erfinder des Jahres 2015

Siemens zeichnet 9 pfiffige Erfinder aus

| Redakteur: Sariana Kunze

Siemens ehrt aus über 7.650 Erfindungen im Jahr 2015 neun findige Forscher mit dem Preis „Erfinder des Jahres 2015“.
Siemens ehrt aus über 7.650 Erfindungen im Jahr 2015 neun findige Forscher mit dem Preis „Erfinder des Jahres 2015“. (bernhardhuber.com, Siemens)

Mit dem Preis „Erfinder des Jahres 2015“ ehrt Siemens neun Mitarbeiter für ihren Erfindergeist und die daraus entstandenen Produkte und Lösungen. Die Erfinder des Jahres stellen aber nur die Spitze des Eisbergs dar: 2015 gab es bei Siemens insgesamt 7.650 Erfindungen, das sind 35 pro Arbeitstag.

Neun besonders findige Forscher hat Siemens als „Erfinder des Jahres 2015“ ausgezeichnet. Die Wissenschaftler aus Deutschland, USA, Großbritannien und Norwegen sind zusammen für rund 650 Erfindungen und 309 erteilte Einzelpatente verantwortlich. Die Auszeichnung vergibt Siemens seit 1995 jährlich an herausragende Forscher und Entwickler des Hauses, deren Erfindungen in zum Unternehmenserfolg beitragen.

Die 9 pfiffigen Erfinder und ihre Ideen finden Sie in der Bildergalerie.

„Forschung im 21. Jahrhundert kann und darf nicht im Elfenbeinturm stattfinden“, sagte Technikvorstand Siegfried Russwurm. „Die Zeit der Tüftler, die im stillen Kämmerlein Ideen für die Zukunft entwickeln, ist vorbei. Heute ist eine neue, offene Art der Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Innovationen erforderlich. Anleihen im Crowdsourcing, Hackathons im Softwarebereich, Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen genauso wie mit kleinen, wendigen Start-ups – all das gehört bei Siemens heute zum Alltag.“

Siemens wird im laufenden Geschäftsjahr 2016 rund 4,8 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung (FuE) investieren – rund 300 Mio. Euro mehr als im vergangenen Geschäftsjahr. Seit 2014 sind die Investitionen in FuE damit um etwa 20 Prozent gestiegen. Ein Großteil der zusätzlichen Mittel soll in die Automatisierung, Digitalisierung und Dezentrale Energiesysteme fließen. Die Forschungsintensität, die sich aus dem Verhältnis von FuE-Aufwendungen zu Umsatzerlösen ergibt, lag im Geschäftsjahr 2015 bei 5,9 Prozent – 0,3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Zudem bringt das Unternehmen ein Bündel an Maßnahmen auf den Weg, um seine Innovationskraft weiter zu steigern. „Der Erfolg unseres Unternehmens und seine langfristige Zukunft liegen in unserer Innovationsstärke. Der Motivation und Kreativität unserer hochkompetenten Mitarbeiter kommt dabei eine herausragende Bedeutung zu“, sagte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. „Unser Unternehmen braucht gute Ideen – und wir werden die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Ideen unserer klugen Köpfe innerhalb und außerhalb unseres Unternehmens auch schnell und unkompliziert umgesetzt werden können.“

Siemens schafft Erfinder-Freiraum

Unter dem Arbeitstitel "Innovation AG" etabliert das Unternehmen deshalb eine Einheit, die in einem Start-up-Umfeld Freiräume zum Experimentieren und zum Wachsen bietet. Sie soll sich außerdem als Berater, Förderer und als eine Art Risikokapitalgeber für Geschäfts- oder Projektideen verstehen, die sich unabhängig vom Stammgeschäft entfalten sollen – eben unter Gründerbedingungen. Diese Einheit wird damit die bereits bestehenden Start-up-Aktivitäten bei Siemens ergänzen und zusammenfassen. Um die Innovations- und Technologiekompetenz des Unternehmens insgesamt zu stärken, hat Siemens einen wissenschaftlichen Beirat gegründet. Der Siemens Technology & Innovation Council (STIC) soll enger Partner des Vorstands in der systematischen Analyse und Begleitung strategischer Themen auf den Gebieten Technologie und Innovation sein. Dem Gremium gehören neben dem Siemens-Technikvorstand Siegfried Russwurm derzeit sieben international erfahrene und anerkannte Experten aus Forschung und Wissenschaft an.

Zudem will das Unternehmen gezielt die Innovationskultur seiner Mitarbeiter stärken und fördern. Dazu legt Siemens einen Innovationsfonds auf, der in Deutschland auch mit den Arbeitnehmervertretern abgestimmt wurde. Hierfür stellt das Unternehmen in den kommenden drei Jahren bis zu 100 Mio. Euro bereit – zusätzlich zu den 300 Mio. Euro an Mehrinvestitionen in FuE im laufenden Geschäftsjahr. Allein in Deutschland stehen im ersten Jahr rund zehn Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld sollen kreative Ideen von Mitarbeitern gefördert und in wirtschaftlichen Nutzen umgesetzt werden. In diesem Fonds müssen – anders als im Konzept der "Innovation AG" – förderungswürdige Ideen dabei nicht zwingend neue Technologien und Geschäfte zum Ziel haben. Sie können auch auf verbesserte Prozesse, Services oder eine bessere Kundenbindung im Vertrieb abzielen.

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