Aktuelle Trends in der Steckverbindertechnik

So wird in Zukunft gesteckt

| Autor: Ines Näther

Die mehrpoligen Dockingline-Steckverbinder eignen sich für Multikupplungen, automatische Werkzeugwechsler und Dockingsysteme mit bis zu 1 Mio. Steckzyklen.
Die mehrpoligen Dockingline-Steckverbinder eignen sich für Multikupplungen, automatische Werkzeugwechsler und Dockingsysteme mit bis zu 1 Mio. Steckzyklen. (Bild: Multi-Contact)

Die Fabrik der Zukunft wird zu einer veränderten Fertigungswelt führen. Klar, dass sich auch die Welt der Verbindungstechnik wandeln wird. Manfred Müller der bei Multi-Contact verantwortlich für Fragen der Automation ist, hat sich Gedanken über die Zukunft gemacht.

Fragt man den Product Manager Manfred Müller beim Steckverbinder-Hersteller Multi-Contact nach seiner Meinung, wie sich die Welt der Verbindungstechnik in den nächsten Jahren verändern wird, kommt er schnell auf die Automobilindustrie zu sprechen. Denn hier vollziehen sich die Entwicklungen im Eiltempo - die mit einer gewissen Phasenverschiebung auch den Rest der Fertigungsindustrie erfassen.

Wie überall wird der Wettbewerb härter und die Kunden werden immer anspruchsvoller. In immer rascherer Folge werfen daher die Automobil-Hersteller neue Modelle auf den Markt. Noch vor kurzem hatten die Firmen bis zu 7 Jahre Zeit, eine neues Fahrzeugmodell und die dazu passende Fertigungslinie zu entwickeln und vorzubereiten. Ein solches Modell wurde dann viele Jahre lang auf dieser Linie gebaut. Innerhalb der letzten 15 Jahre hat sich die Entwicklungszeit halbiert. Entsprechend hat sich auch die „Halbwertzeit“ von Fahrzeugmodellen verringert. Die Folge für die Hersteller: Immer mehr Modelle in ungeahnt vielen Varianten werden auf einer relativ kleinen Anzahl von Fertigungslinien gebaut.

Lösbare Verbindungen bringen die nötige Flexibilität

Heute wird auf ein und derselben Fertigungslinie das „alte“ Modell gebaut und gleichzeitig schon die neue Modellreihe, die es in ein paar Jahren ganz ablösen wird. Die Umbau- und Rüstvorgänge erfolgen oft schon vollkommen automatisch. „Man muss sich eine Fertigungslinie als eine Verkettung vieler Einzelmodule vorstellen“ beschreibt Manfred Müller anschaulich. Jedes Modul muss mit Energie versorgt werden und kommuniziert mit der Fertigungssteuerung. Außerdem kommunizieren sie untereinander. „Damit sich die Module bei einem Umbau flexibel tauschen lassen, müssen die Verbindungen lösbar sein“, begründet der Product Manager.

Steckverbinder sind demnach die beste Alternative zum Festanschluss und verkürzen die Rüstzeiten. Es gibt zudem noch weitere wichtige Anforderungen, wie der Experte darstellt: „Weil jedes Modul aufgrund verschiedener Komponenten andere Anschlüsse benötigt, sollten die Steckverbinder individuell bestückbar sein. Sie müssen das Nebeneinander von Energieversorgung und Datenverkehr zuverlässig und störungsfrei bewältigen und müssen auch nach tausenden von Steckvorgängen immer noch mechanisch stabil und elektrisch integer sein.“

Ergänzendes zum Thema
 
Manfred Müller im Interview: Sind Industrienormen noch zeitgemäß?

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43346615 / Steckverbinder & Anschlusstechnik)