Jumo

Bessere Aussichten für das Jahr 2010

05.03.2010 | Redakteur: Ines Näther

Carsten Juchheim, Geschäftsführender Gesellschafter, Jumo: „Die ersten zwei Monate diesen Jahres liegen bereits über Plan, im Auftragseingang sogar weit darüber.“

Zwar musste Jumo im vergangenen Jahr Umsatzeinbrüche hinnehmen, konnte aber erfolgreich und gestärkt durch die Krise gehen und blickt nun zuversichtlich auf das Geschäftsjahr 2010.

„Genauso wie die gesamte Elektrotechnik- und Elektronikindustrie konnte auch Jumo sich im vergangenen Jahr der Entwicklung der weltweiten Wirtschaftskrise nicht entziehen. Trotzdem konnten die Auswirkungen der Krise gering gehalten werden“, erklärt Carsten Juchheim, Geschäftsführender Gesellschafter bei Jumo anlässlich der Jahrespressekonferenz in Fulda.

Wie in den letzten Jahren wurde auch 2009 der Großteil des Umsatzes im Inland generiert. So erwirtschaftete Jumo Deutschland einen Umsatz von 106 Mio. Euro. „Wie in Deutschland konnte auch der Umsatz weltweit leider nicht auf dem Niveau des Jahres 2008 gehalten werden und ging auf 140 Mio. Euro zurück. Konträr dazu konnte unsere Tochtergesellschaft in China ein unglaubliches Umsatzwachstum von über 50 Prozent erreichen“, berichtet Carsten Juchheim weiter. Der Exportanteil der Jumo-Gruppe lag im Jahr 2009 bei rund 53 Prozent. Am Jahresende betrug der Auftragsbestand über 34 Mio. Euro.

„Die ersten zwei Monate diesen Jahres liegen bereits über Plan, im Auftragseingang sogar weit darüber“, freut sich der Geschäftsführer. Für das Geschäftsjahr 2010 kündigt die Unternehmensgruppe einen Gesamtumsatz von 151 Mio. Euro an. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 7,9 Prozent.

1670 Beschäftigte

Die Jumo-Unternehmensgruppe beschäftigte per Dezember 2009 insgesamt 1670 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon waren am Standort Fulda 1142 – inklusive der 101 Auszubildenden – tätig, 43 in den Niederlassungen und Büros im Inland sowie 485 in den ausländischen Tochtergesellschaften. Insgesamt hat Jumo damit im Vergleich zum Vorjahr 86 Personen weniger beschäftigt.

Anfang August 2009 wurden 31 neue Auszubildende eingestellt. Carsten Juchheim: „Auch im Jahr 2010 möchten wieder möglichst viele Ausbildungsplätze anbieten, um qualifizierten Nachwuchs zu fördern und jungen Menschen eine Chance für eine Berufsausbildung zu geben.“

Nachrichten aus dem Inland: Betriebliches Vorschlagswesen

Auch im Jahr 2009 ist es der Jumo-Unternehmensgruppe gelungen, aufgrund der wieder zahlreich eingegangenen Vorschläge aus dem Mitarbeiterkreis viele Verbesserungen zu erzielen und Ideen umzusetzen.

Neben der errechenbaren Kostenersparnis von über 254 000 Euro nennt der Dipl.-Ingenieur hier die Verbesserung zahlreicher Organisations- und Informationsabläufe sowie die weitere Optimierung der Technik.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden insgesamt 230 Verbesserungsvorschläge von 165 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingereicht. Die Beteiligungsquote lag bei 15 Prozent der Gesamtbelegschaft, die Anerkennungsquote belief sich auf 61 Prozent.

Der am höchsten prämiierte Verbesserungsvorschlag wurde von Günter Appel aus der Sensorenfertigung eingereicht. Er erreichte mit der Umstellung und Optimierung eines Prozessablaufes beim Sputtern von Temperatursensoren eine erhebliche Kosteneinsparung und deutliche Senkung der Durchlaufzeit.

Der Gruppenvorschlag von Uwe Betz, Peter Wenzel und Bernhard Hohmann aus dem Bereich „Zeigerthermometer“ ermöglichte, durch Vakuumlöten ein teureres Schweißverfahren zu ersetzen.

Ein weiterer Vorschlag mit hohem Einsparpotenzial kam – mit Unterstützung durch Wilfried Appel – ebenfalls von der vorgenannten Gruppe: Ein flexibel einsetzbares Bördelverfahren konnte zeit- und somit kostenoptimiert werden.

In einer Feierstunde sprachen Geschäftsleitung, Personalleitung und Betriebsrat den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihre Anerkennung und Gratulation zu den vielen guten Ideen aus.

Neben den vielen Ideen zur Kostenersparnis hat Jumo in den letzten fünf Jahren aber auch über 35 Mio. Euro investiert, etwa in neue Gebäude, um so Raum für weiteres Wachstum zu schaffen.

Jumo wächst weltweit weiter: Neue Tochtergesellschaft in Bosnien und Herzegowina

Seit dem 1. Januar dieses Jahres gehören zur Fuldaer Unternehmensgruppe Jumo 23 Tochtergesellschaften. Jumo Österreich, der zweitgrößte Jumo-Standort im Ausland, eröffnete in Bosnien und Herzegowina die sechste eigene Tochter und damit Enkeltochter zu Jumo Fulda.

Bereits seit über 30 Jahren ist Jumo im Gebiet der ehemaligen Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien präsent. Bevor eigene Außendienstmitarbeiter das gesamte Gebiet Jugoslawiens betreuten, wurde der Markt über Außenhandelsunternehmen bedient. 2007 wurde schließlich in der Föderation Bosnien und Herzegowina ein eigenes Vertriebsbüro gegründet.

Mit der von Jumo Österreich in Doboj-Istok eröffneten Tochtergesellschaft wird Jumo die Aktivitäten am Markt in Bosnien und Herzegowina weiter ausbauen. Neben Beratung und Projektierung sowie dem Verkauf von Mess- und Regeltechnik bietet die Tochtergesellschaft die Inbetriebnahme der Geräte sowie Service und Reparatur an.

Einer der größten Vorteile ihrer Gründung besteht darin, dass ab sofort in Landeswährung fakturiert werden kann. Dies erleichtert speziell den kleineren Kunden den Weg zu Jumo-Geräten, da sie nun keine Devisen mehr bereitstellen müssen und die mit dem Import verbundenen Tätigkeiten wegfallen.

„Die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Jumo wird durch die Präsenz auf diesem wichtigen Markt erheblich gestärkt. Zudem sehen wir im Ausland generell sehr große Potenziale“, sagt Carsten Juchheim.

Aussichten 2010

Nach der weltweiten Rezession im vergangenen Jahr erwarten die Wirtschaftsexperten für 2010 langsam wieder positiv werdende Signale und eine leichte Zunahme der Wirtschaftsleistung.

Die deutsche Elektroindustrie wurde im vergangenen Jahr nicht verschont und musste einen kräftigen Umsatzrückgang von rund 25 Prozent hinnehmen. Laut Experten soll sich die Lage in diesem Jahr wieder bessern. Allerdings kann bei einer Zuwachsrate von drei bis vier Prozent nur von einer Erholung, nicht von einem Aufschwung gesprochen werden.

Die drei geschäftsführenden Gesellschafter Bernhard, Carsten und Michael Juchheim sind sich sicher: Die Jumo-Gruppe wird sich dank ihrer qualifizierten und motivierten Mitarbeiter und mithilfe der 23 eigenen Tochtergesellschaften sowie der zahlreichen Vertretungen im Ausland auch in dem wirtschaftlich schwierigen Jahr 2010 auf den internationalen Märkten der Mess- und Regeltechnik behaupten können.

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Tel. +49(0)661 6003371

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