Jumo

Starkes Wachstum und gute Zukunftsaussichten

23.09.2011 | Redakteur: Ines Näther

Die Geschäftsführenden Gesellschafter von Jumo Carsten Juchheim, Bernhard Juchheim und Michael Juchheim (v.l.n.r.) blicken optimistisch in die Zukunft.

Dass Jumo die weltweite Wirtschaftskrise im Jahr 2009 gut überstanden hat, bekam die Unternehmensgruppe im vergangenen Jahr auf positive Art und Weise zu spüren: Die Auftragseingänge und Umsätze zogen so stark an, dass die Erwartungen gleich dreimal nach oben korrigiert werden mussten.

„Wir haben uns aus dem Krisenjahr sehr gut erholt, 2010 lief konjunkturell hervorragend“, berichtet Bernhard Juchheim, Geschäftsführender Gesellschafter bei Jumo anlässlich einer Fachpressekonferenz in Fulda. Der Großteil des Umsatzes konnte 2010 – wie in den vorangegangenen Jahren – im Inland erwirtschaftet werden. Jumo Deutschland generierte einen Umsatz von 132 Mio. Euro. Auch weltweit stieg der Umsatz stark an, von 143 Mio. Euro im Vorjahr auf 170 Mio. Euro in 2010 - was einem Umsatzplus von knapp 19 Prozent entspricht. Der Auftragsbestand der Jumo-Gruppe lag am Jahresende über 60 Mio. Euro. Für das Geschäftsjahr 2011 kündigt die Unternehmensgruppe einen Gesamtumsatz von 196 Mio. Euro an. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 15 Prozent. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir dieses Ziel erreichen werden, trotz einiger aktuell aufgezogener Wolken aufgrund der Eurokrise“, schätzt Bernhard Juchheim ein.

Denn nach dem starken Aufschwung Anfang des Jahres hat die Wirtschaft wieder einen leichten Dämpfer erhalten. Die Auftragseingänge gehen leicht zurück und auch der Geschäftsklimeindex zeigt die Sorgen der Unternehmer. Die Geschäftslage wird zwar weiter als gut bezeichnet, jedoch war die Situation in den vergangenen Monaten deutlich günstiger.

Nichtsdestotrotz blicken alle drei geschäftsführenden Gesellschafter Bernhard, Carsten und Michael Juchheim optimistisch in die Zukunft.: „Durch die globale Präsenz von 23 Tochtergesellschaften, über 40 Vertretungen und mehr als 1800 motivierten und qualifizierten Mitarbeitern weltweit ist die Jumo-Unternehmensgruppe sehr gut aufgestellt und wird sich auch weiterhin auf den Märkten der Mess- und Regeltechnik behaupten können.“

Diese Zuversicht drückt sich auch in den Investitionen aus. „In den letzten fünf Jahren haben wir fast 33 Mio. Euro in das Unternehmen investiert und planen dieses Jahr eine Investition in Fulda von 9,7 Mio. Euro, davon 2,7 Mio. nur in Gebäude.

Mehr Beschäftigte

Die positive Entwicklung spiegelt ebenfalls die Personalentwicklung wider: Per Dezember 2010 waren bei Jumo weltweit 1706 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren am Standort Fulda 1146 Personen – inklusive der 98 Auszubildenden – tätig, 46 in den Niederlassungen und Büros im Inland sowie 514 in den ausländischen Tochtergesellschaften. Insgesamt hat das Unternehmen damit im Vergleich zum Vorjahr wieder 36 Personen mehr beschäftigt. In den Jahren 2010 und 2011 wurden insgesamt 63 neue Auszubildende und BA-Studenten eingestellt, davon 26 junge Menschen im August 2010.

Im Oktober 2010 konnten neun Auszubildende und Studierende in verschiedene ausländische Tochtergesellschaften entsandt werden und bekamen die Möglichkeit, während ihres vierwöchigen Einsatzes einmal über den Tellerrand hinauszuschauen und neue Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln. Die Jugendlichen lernten das Unternehmen und die betrieblichen Abläufe auf diese Weise aus einer völlig anderen Perspektive kennen. „Die Auslandsentsendung verfolgt das Ziel, schon den Auszubildenden und Studierenden die Bedeutung der internationalen Kommunikation aufzuzeigen. Zudem bietet der Aufenthalt einen zusätzlichen Ansporn und stärkt die Identifikation mit dem Unternehmen“, ist Bernhard Juchheim überzeugt.

Betriebliches Vorschlagswesen führt zu zahlreichen Verbesserungen

„Auch im Jahr 2010 ist es uns gelungen, aufgrund der zahlreich eingegangenen Vorschläge aus dem Mitarbeiterkreis viele Verbesserungen zu erzielen und Vorschläge umzusetzen“, berichtet Bernhard Juchheim weiter. Insgesamt wurde eine errechenbare Kostenersparnis in Höhe von 207.000 Euro erreicht. Zudem freut sich der Jumo-Chef ebenfalls über die Verbesserung zahlreicher Organisations- und Informationsabläufe sowie die weitere Verbesserung der Technik. „Im Geschäftsjahr 2010 wurden 250 Verbesserungsvorschläge von 181 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingereicht. Die Beteiligungsquote der Gesamtbelegschaft lag bei 15 Prozent, die Umsetzungsquote der Vorschläge belief sich auf 61 Prozent.“

Der am höchsten prämierte Vorschlag wurde von Alexandra Jonas aus dem Bereich „Druckmesstechnik“ eingereicht. Durch ihren Vorschlag konnte der Prozessablauf bei der Montage von Platinenabstandshaltern optimiert werden. Der Vorschlag von Christoph Ruhnau und Michael Vogler erreichte eine Verbesserung der Lochstempel für Stanzwerkzeuge in der Produktion des Bereichs „Metalltechnik“. Ein weiterer hoch prämierter Vorschlag wurde von Karl-Heinz Dietz aus dem Bereich „Thermostate“ eingereicht, wodurch der Ablauf bei der Etikettierung von Gehäusen verbessert werden konnte.

40 Jahre Jumo Belgien und 25 Jahre Jumo Schweden

Bereits im Jahr 1971 wurde der Grundstein zur globalen Präsenz der Jumo-Unternehmensgruppe durch die Gründung der Tochtergesellschaft in Belgien gelegt. In den Anfängen der Firmengeschichte befand sich der Firmensitz in Brüssel. Um den Herausforderungen und Kundenwünschen gerecht zu werden, fand 1984 der Umzug auf das heutige Firmengelände in Eupen, unweit der deutschen Grenze, statt. Mittlerweile verfügt die Tochtergesellschaft über eine eigene Fühlerfertigung mit Serviceabteilung. Das Wachstum der Jumo-Tochter spiegelt sich in der Mitarbeiterzahl wider: als sechste größte Tochtergesellschaft werden dort 30 Mitarbeiter beschäftigt.

Als kleinste von neun bereits bestehenden Tochtergesellschaften, wurde 1986 der Standort in Helsingborg, Schweden gegründet. Im Laufe der Jahre entwickelte sie sich zum Hauptstandort in Skandinavien und ist bereits seit 2002 stolze Muttergesellschaft einer eigenen Tochter in Norwegen. Mit einer eigenen Fühlerfertigung können auch die schwedischen Kunden direkt vor Ort beliefert und betreut werden. Die Tochtergesellschaft in Schweden verfügt 25 Jahre nach ihrer Gründung über einen Mitarbeiterstamm von 24 Personen.

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