Forschungsprojekt Rollex

Technologieschub für OLEDs

25.04.2007 | Redakteur: Andreas Mühlbauer

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt Rollex, das von einem Verbund aus Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen ins Leben gerufen worden ist. Ziel des Projekts ist die kostengünstige Entwicklung effizienter OLEDs.

Im schnell wachsenden Displaymarkt sind OLEDs Hoffnungsträger einer revolutionären Entwicklung: Dünne, rollbare und hocheffiziente Displays mit brillianten Farben und höchstem Kontrast sollen schon bald Realität werden. Den OLEDs wird auch eine große Zukunft in Beleuchtungsanwendungen attestiert. Die Möglichkeiten in der Wahl von Lichtfarben und Leuchtmittelformen eröffnen neue Wege in der Dekoration und individuellen Gestaltung des Lebensumfelds – bis hin zur Leuchttapete.

Neue Technologien zum Herstellen von OLEDs

Ein Problem ist bisher noch die verhältnismäßig teure Herstellung der OLEDs. Auf diesem Gebiet Fortschritte zu erzielen, hat sich das Projekt „Rollex“ zum Ziel gesetzt. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt zur Rolle-zu-Rolle-Fertigung hocheffizienter organischer Leuchtdioden auf flexiblen Substraten ist kürzlich erfolgreich angelaufen. Neue Technologien zur Herstellung sollen die OLEDs effizienter und gleichzeitig preisgünstiger machen.

Dresdner Forschungseinrichtungen und Industriepartner arbeiten gemeinsam daran, mit neuen Technologien den besonderen Anforderungen des Beleuchtungsmarktes gerecht zu werden und so mittelfristig eine energiesparende und kostengünstige Alternative zu Glühlampe oder Leuchtstoffröhre zu ermöglichen. Das Rolle-zu-Rolle-Konzept soll deutlich geringere Beschichtungskosten ermöglichen als die für Displays verwendeten Cluster- beziehungsweise Inline-Konzepte.

Als weitere kostenreduzierende Maßnahme ist beispielsweise die Verwendung von preisgünstigen Aluminiumfolien als Substrat zur Abscheidung hocheffizienter organischer Leuchtdioden geplant. Das Rollex-Projekt hat sich unter anderem die Realisierung einer entsprechenden Versuchsanlage zum Ziel gesetzt.

Teilnehmer aus Industrie und Forschungseinrichtungen

An dem Projekt beteiligen sich die TU Dresden mit dem Institut für Angewandte Photophysik (IAPP), dem Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) und dem Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP). Hinzu kommen die Novaled AG als OLED-Technologieentwickler, die Von Ardenne Anlagentechnik GmbH (VAAT) als Hersteller von industriellen Beschichtungsanlagen sowie die LayTec GmbH als Spezialist für optische Prozessmesstechnik an Beschichtungsanlagen und der Unternehmensbereich Lighting der Philips GmbH als globaler Marktführer.

Der Projektleiter Prof. Dr. Karl Leo vom IAPP kommentiert die hochgesteckten Erwartungen an Rollex: „Lichtquellen auf Basis organischer elektroluminiszierender Materialien bieten das Potenzial, eine hohe Lichtstärke bei geringem Energieverbrauch auf mechanisch flexiblen Substraten zu ermöglichen. Auf Grund der guten Erfahrungen unserer Partner und durch eine möglichst komplette Wertschöpfungskette vom Anlagenbauer über OLED-Technologieentwickler bis hin zu Anwendern werden wir in der Lage sein, die herausragende Wettbewerbsposition der deutschen OLED-Industrie wesentlich voranzubringen. Durch die Zusammensetzung des Konsortiums und die technologischen Ansätze soll eine Verwertung durch eine Fertigung von auf OLED-basierender Beleuchtung in Deutschland ermöglicht werden.“

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