Supraleitende Strombegrenzer

Stromnetz von Birmingham mit supraleitenden Strombegrenzern ausgestattet

| Redakteur: Katharina Juschkat

Western Power Distribution hat zwei supraleitende Strombegrenzer von Nexans in das Stromnetz von Birmingham integriert.
Western Power Distribution hat zwei supraleitende Strombegrenzer von Nexans in das Stromnetz von Birmingham integriert. (Bs0u10e0/flickr / CC BY 2.0)

Western Power Distribution hat zwei supraleitende Strombegrenzer von Nexans in das Stromnetz von Birmingham integriert. Die Strombegrenzer sollen das Stromnetz von Birmingham für den wachsenden Energiebedarf der Stadt zukunftssicher machen.

„Dieser Auftrag ist beispielhaft für das Engagement von Nexans als Anbieter hochmoderner Technologien, die sich dem Wandel der Energieanforderungen weltweit anpassen“, so Frank Schmidt, Leiter der Business Unit Supraleiter Technologie bei Nexans. Die Technologie soll neue Möglichkeiten der Konzipierung von Verteilnetzen ermöglichen, z. B. durch die Kupplung von Sammelschienen, um die Zuverlässigkeit der Stromversorgung zu erhöhen oder die Investitionskosten zu reduzieren. Die beiden supraleitende Strombegrenzer, kurz SSB, mit einer Nennspannung von 12 kV sind das dritte derartige Projekt von Nexans in Großbritannien. Nexans hat den ersten der beiden SSB Ende 2015 für die Umspannstation Chester Street und den zweiten für die Umspannstation Bourneville geliefert.

Stromausfälle vermeiden, Kohlenstoffemissionen reduzieren

Die SSB sind Teil des Flex-D-Grid-Projekts, das die Kapazität bestehender Verteilnetze in Birmingham im Hinblick auf Strom aus erneuerbaren Energien erhöhen soll. Das Projekt im Wert von 17 Millionen Pfund soll das Netz der Stadt weiterentwickeln und dazu beitragen, sowohl Stromausfälle als auch Kohlenstoffemissionen zu reduzieren.

Weltweit längstes Supraleiterkabel wird in Essen verlegt

Nexans

Weltweit längstes Supraleiterkabel wird in Essen verlegt

23.01.12 - Der Startschuss für das Projekt „AmpaCity“ ist gefallen: Der RWE-Konzern, Nexans und KIT werden nun ein etwa 1 km langes Hochspannungskabel zwischen zwei Umspannstationen der Ruhrgebietsstadt Essen durch eine moderne Supraleiterlösung ersetzen. lesen

Die Technologie macht sich die physikalischen Eigenschaften des verwendeten supraleitenden Keramikmaterials zunutze. Im Betriebszustand verhält sich das Material als nahezu perfekter elektrischer Leiter ohne ohmschen Widerstand, der Netzbetrieb wird also nicht beeinträchtigt, denn der SSB verhält sich unsichtbar für das Netz. Im Kurzschlussfall fungiert der Supraleiter als ohmscher Widerstand, der den Kurzschlussstrom innerhalb weniger Millisekunden begrenzt.

SSB erfolgreich in Essen im Einsatz

SSB sind bereits an mehreren Stellen in Europa im Einsatz. Seit 2005 hat Nexans diese Technologie erfolgreich an fünf anderen Standorten in Großbritannien und Deutschland installiert. In Essen beispielsweise ist nach wie vor der im Rahmen des Ampa-City-Projekts im März 2014 installierte SSB erfolgreich in Betrieb.

Ziel des Unternehmens ist es, mit der SSB-Entwicklung zuverlässige Lösungen für zukunftsfähige Netze anzubieten. Supraleitende Strombegrenzer sollen effektiven Schutz vor Kurzschlussströmen bieten – einer immer größer werdenden Problematik für Stromnetze. Zudem kann mit den SSB die Größe oder Anzahl neuer Umspannwerke reduziert werden.

Jonathan Berry, Innovation and Low Carbon Networks Engineer bei WPD, erklärt: „Nexans proaktiver Ansatz bedeutet, dass wir die SSB in den Umspannstationen Chester Street und Bournville erfolgreich installiert und in Betrieb genommen haben, nachdem sie die Typprüfung bestanden hatten. Die Anlagen sind nun unter Last und wir werden ihre Leistungsfähigkeit bei Kurzschlüssen unter realen Bedingen im Netz auswerten.“

Bild: Bs0u10e0/flickr unter CC BY-2.0

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