Hyperloop

Studenten fiebern Finale des Hyperloop-Wettbewerbs entgegen

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Projektstudie Hyperloop: so kann es aussehen.
Projektstudie Hyperloop: so kann es aussehen. (Bild: Hyperloop // bearbeitet: Hochschule Emden/Leer)

Menschen mit Hilfe einer Transportkapsel nahezu in Schallgeschwindigkeit von einem Ort zum anderen bringen – das ist die Idee hinter dem Projekt „Hyperloop“. Elon Musk hat dazu einen Wettbewerb für Studierende weltweit ausgerufen, dessen Endrunde bald bevorsteht. Auch Studenten aus Deutschland sind mit am Start.

Das Prinzip: Der Hyperloop soll Passagiere in Transportkapseln durch Magnet-Schwebetechnik in einer Röhre mit bis zu 1200 km/h von San Francisco nach Los Angeles befördern. Reisen soll damit schneller, günstiger und umweltfreundlicher werden. Das feste Kernteam von HyperpodX besteht aus Studierenden aus 13 Nationen. „Wir kombinieren die physikalischen Effekte und Technologien mit der Realisierung des Bauteils“, erklärt Thomas Schüning, Professor an der Hochschule Emden/Leer, der das Projekt gemeinsam mit Prof. Walter Neu betreut.

Starke Magneten lassen Pod schweben und bremsen ihn ab

Die Transportkapsel, an der die Studierenden in den vergangenen Monaten gearbeitet haben, soll – zunächst noch ohne Passagiere – in wenigen Wochen auf einer Teststrecke in Los Angeles zum Einsatz kommen. Dieses Ziel verfolgten neben den Studierenden aus Emden und Oldenburg noch rund 700 Konkurrenten aus aller Welt, von denen 24 Teams in die Endrunde gelangten.

Bevor die Finalteilnehmer des Wettbewerbs am letzten Augustwochenende an den Start gehen dürfen, müssen jedoch alle Teams zuerst eine siebentägige Testphase überstehen. „Das ist eine ganz große Hürde, die wir nehmen müssen“, sagt Neu. Ein wichtiges Element bei der Umsetzung ist der Einsatz extrem starker Magneten, die den Pod in der Transportröhre schweben lassen und zudem zum Bremsen genutzt werden sollen.

250.000 Euro teures Projekt

Bereits in der ersten Runde des Wettbewerbs im vergangenen Jahr war ein Team aus Emden und Oldenburg beteiligt. Prof. Gerhard Kreutz, der Präsident der Hochschule Emden/Leer, sprach den Studierenden und ihren Betreuern am Montag während eines Pressegesprächs seine Anerkennung aus. „Das ist ein wunderbares Beispiel dafür, projektorientierte Lehre zu betreiben“, sagt Kreutz. Beide Hochschulen beteiligen sich jeweils mit rund 25.000 Euro an dem insgesamt rund 250.000 Euro teuren Projekt. Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur steuert 45.000 Euro bei. Weitere Sponsoren mit einer Beteiligung von rund 150.000 Euro – in Form von Bauteilen und Geld - wurden von den Studierenden eingeworben.

Die Idee, sich überhaupt an dem internationalen Wettbewerb zu beteiligen, sei ebenfalls von Studierenden gekommen. „Wir waren von Anfang an sehr motiviert“, so Alejandro Delgadillo, der als Teamleiter für das Projekt fungiert. „Viele sagten es sei unmöglich“. Umso gespannter seien er und seine Mitstreiter nun, in L.A. das Gegenteil zu beweisen. (jup)

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