Automobilindustrie

Tesla: Johlend zur Gigafactory

| Redakteur: Robert Weber

(Bild: Napoleon Sarony, gemeinfrei, wikicommons, Bernhard Richter)

Tesla Motors will in Nevada Batterien produzieren. Das Unternehmen plant eine Fabrik, die sich selber mit Energie versorgt. Experten analysieren schon die Bauskizzen. Das Ergebnis: Teslas Traum könnte Realität werden, wenn da nicht Nikola Tesla wäre.

New York im ausgehenden 19. Jahrhundert: Die Menschen sehnen sich nach Fortschritt und Reichtum. Ein Mann wird zum gefeierten Star der Clubs am Hudson – Nikola Tesla. Vor wenigen Wochen stand er noch im weißen Frack und Schuhen mit isolierenden Korksohlen auf einer Bühne mit einer seiner Tesla-Spulen. Die elektrischen Funken krachten und blitzten und brachten Glühlampen in Teslas Händen zum Aufleuchten. Die Zuschauermenge in Chicago war kurz still, dann schrien, jubelten und klatschten sie und waren begeistert von diesem Spektakel des Erfinders des Wechselstroms.

Carson City, Nevada, mehr als 100 Jahre später: Brian Sandoval, Gouverneur des US-Bundesstaates Nevada, steht vor einer klatschenden und johlenden Menge. Der Zuspruch freut den Politiker, es ist sein Lohn, er lacht. Lange hat er verhandelt, musste sich gegen Mitbewerber durchsetzen, jetzt darf er im Garten des Kapitols endlich die Botschaft verkünden: Der Autobauer Tesla baut die größte Batteriefabrik der Welt in seinem Bundesstaat. Tausende neue Jobs sollen entstehen und Milliarden von US-Dollar in der Wüste investiert werden, ein besseres Konjunkturprogramm können sich Politiker kaum vorstellen. Der Star des Tages: Elon Musk, CEO von Tesla Motors, tritt in dunklem Anzug mit weißem Hemd und offenem Kragen vor die Bürger des Staates Nevada. Die Übertragungswagen nehmen sich gegenseitig den Platz weg, die Kameras klicken. Es ist eng. Carson City ist eben nicht New York oder San Francisco. Die Provinz freut sich. Elon Musk, ist der umjubelte Held, der neue Star der Elektromobilität. Was verbindet Tesla und Musk? Der Unternehmensname der Motorkompanie ist eine Reminiszenz an den Wechselstrom-Erfinder. Beide verschreiben ihr Leben der Energie. Tesla steht schon in den Geschichts- und Lehrbüchern, Musk könnte ihm folgen, wenn sich seine Autos durchsetzen und seine neue Fabrik, die Gigafactory, in der Wüste von Nevada hält, was er verspricht.

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