Innovationslabor

Wie arbeiten wir morgen?

| Redakteur: Katharina Juschkat

Das Exoskelett ist einer der Demonstratoren des Future Work Lab, der schweres Heben oder Überkopfarbeiten vereinfachen soll.
Das Exoskelett ist einer der Demonstratoren des Future Work Lab, der schweres Heben oder Überkopfarbeiten vereinfachen soll. (Bild: Ludmilla Parsyak © Fraunhofer IAO)

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Wohin entwickelt sich unsere Arbeit? Der Fragestellung will der Fraunhofer-Campus in Stuttgart nachgehen, der Anfang Februar das Future Work Lab eröffnet hat. In dem Labor soll die Zukunft der Arbeit erforscht, erlernt und erlebt werden können.

Die Industriearbeit verändert sich, sie wird flexibler und mobiler. Es entstehen neue Formen der Arbeitsorganisation, wenn sich etwa Schichtarbeiter spontan per Smartphone absprechen – wie das bereits umgesetzte Projekt „Kapaflexcy“ des Fraunhofer IAO zeigt.

Unternehmen suchen neue Wege, um ihre Mitarbeiter zu qualifizieren und die neuen Technologien optimal einzusetzen. „Genau hier setzt unser Innovationslabor, das Future Work Lab, an“, erklärt Prof. Wilhelm Bauer, Institutsleiter des Fraunhofer IAO. „Arbeit wird schneller, dynamischer und flexibler. Daraus entstehen neue Formen der Mensch-Maschine-Interaktion. In unserem Innovationslabor wollen wir den Menschen diesen Prozess zeigen.“

Wie verändert die digitale Transformation unsere Arbeit?

Das Future Work Lab ist ein Innovationslabor für Arbeit, Mensch und Technik und entstand unter Leitung des Fraunhofer IAO auf dem Fraunhofer-Campus in Stuttgart. Das Labor soll vor allem Unternehmen und deren Mitarbeitern dienen, die Arbeit der Zukunft, neue Konzepte und Entwicklungen zu testen und zu verstehen sowie sich zu schulen. Im Mai 2017 soll es in den benachbarten Forschungscampus Arena 2036 umziehen. Dazu bündeln die Fraunhofer-Institute IAO, IPA, IAT und das IFF der Universität Stuttgart ihre Kompetenzen.

„Das Future Work Lab versteht sich als Ideengeber, wie die Arbeit der Zukunft in Unternehmen aussehen kann“, fasst der Institutsleiter des Fraunhofer IPA, Prof. Thomas Bauernhansl, zusammen. „In unserer Demonstratorenwelt können produzierende Unternehmen und Mitarbeiter testen, wie die digitale Transformation die Arbeit verändern kann.“ Statt theoretisch zu forschen will das Labor angewandte Forschung zusammen mit Unternehmen realisieren.

Die zukünftige Arbeitswelt live erleben

Das Future Work Lab besteht aus drei Bereichen. Im Demonstrationszentrum zeigen über 60 Anwendungsfälle, welche Technologien in der Realität angekommen sind. Exoskelette für Hebetätigkeiten, kabellose Arbeitsplätze, Augmented-Reality-Brillen und Apps für die Schichtplanung zeigen neue Arbeitsteilungen zwischen Mensch und Technik. Weitere Demonstratoren gibt es in unserer Bildergalerie.

In der zukünftigen Arbeitswelt werden andere Kompetenzen gefragt sein. Daher bietet das Kompetenzentwicklungs- und Beratungszentrum mit der Lernwelt „Fit für die Arbeit der Zukunft“ Seminare, Workshops und Weiterbildungsmöglichkeiten für Mitarbeitende. Hier entwickeln Experten des Zentrums gemeinsam mit Unternehmenspartnern individuelle Schulungskonzepte.

Die dritte Säule ist die akademisch ausgerichtete Ideenwelt für Arbeitsforschung „Work in Progress“. Das Zentrum bietet eine Plattform für den wissenschaftlichen Dialog und die weitere Forschung rund um die Industriearbeit der Zukunft. Mit der Platzierung direkt im Future Work Lab soll Theorie schnell in die Praxis umgesetzt werden können.

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Digitalisierung

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