Bundesverband WindEnergie e.V.

Windbranche fordert klares Bekenntnis des Europäischen Rates

08.02.2011 | Redakteur: Sariana Kunze

(Quelle: pixelio, kklausi)

Vergangenen Freitag trafen sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten im Europäischen Rat. Eine zentrale Rolle der Beratungen spielt die künftige EU-Energiepolitik.

„Die Windbranche fordert ein klares Bekenntnis des Europäischen Rats für einen ambitionierten Ausbau der Windenergie in Europa“, erklärt Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie. „Wir appellieren an die Klimakanzlerin vergangener Jahr, in der aktuellen Debatte um die künftige EU-Energiepolitik ein starkes Wort für die Windenergie einzulegen.“

Die EU-Kommision erwartet gemäß ihren „EU energy trends to 2030“ zwischen 2011 und 2020 eine neu installierte Leistung von 333 Gigawatt (GW) aller Energieerzeugungsarten allein für die Stromproduktion. Davon wird die Windenergie mit 136 GW bzw. 41 Prozent den mit Abstand größten Teil ausmachen. „Diese Zahlen haben die besondere Rolle der Windenergie als Klimaschützer Nr. 1 in Europa exemplarisch hervor. Und die Windenergie an Land spielt dabei die Rolle eines Kostensenkers“, sagte Albers.

20 Prozent müssen durch Erneuerbare Energien gedeckt werden

Erinnert werden muss an das mit der EU-Richtlinie zur Förderung Erneuerbarer Energien in Europa festgelegte, verbindliche Ziel, 20 Prozent des gesamten Energiebedarfs der EU bis 2020 durch erneuerbare Energien zu decken - nicht zuletzt vor dem Hintergrund des aktuellen Energiekonzepts der Bundesregierung. „Die in 2009 in Kraft getretene EU-Richtlinie muss nun vollständig und ambitioniert umgesetzt werden, um dort die festgeschriebenen Ausbauziele der EU und ihrer Mitgliedsstaaten nicht zu gefährden.“

Entscheidend für den Erfolg der Windenergie in Europa ist die dringend erforderliche Verbesserung und der Ausbau einer europäischen Netzinfrastruktur. „Der Energie-Gipfel in Brüssel muss die Priorität der im Energie-Infrastrukturpaket dargelegten vorrangigen Elektrizitäts-Korridore unterstreichen. Wichtig für die Windenergie ist nicht nur die Übertragungs-, sondern auch die Verteilnetzebene“ betonte Albers. Die Dezentralisierung der Energieversorgung durch den Ausbau von Wind, Sonne und Co. bringt einen erheblichen Ausbaubedarf gerade auf der Verteilnetzebene mit sich. Schließlich muss der CO2-freie Windstrom auch zu den Verbrauchern gelangen können. „Eine EU-Energiepolitik, die beim Ausbau der Energieinfrastruktur nur die Übertragungsnetze im Auge hat, springt deshalb viel zu kurz“, sagte Albers.

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