Antriebe mit EtherCat-Schnittstelle
Schnell integriert dank intelligenter Vernetzung

Von Ralf Pfeiffer, Teamleiter Application & Service, und Patrick Schumacher, Leiter Produktmanagement Industrielle Antriebstechnik, EBM Papst 4 min Lesedauer

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Um in der Anwendung tatsächlich von Ethercat zu profitieren, sollten Antriebe mehr bieten als nur eine Ethercat-Schnittstelle – etwa integrierte Betriebsmodi oder eine optimierte Ansteuerung.

Bild 1: BLDC-Innenläuferantrieb der ECI-63-Baureihe mit Ethercat-Schnittstelle und vielen integrierten Funktionen(Bild:  ebm-papst)
Bild 1: BLDC-Innenläuferantrieb der ECI-63-Baureihe mit Ethercat-Schnittstelle und vielen integrierten Funktionen
(Bild: ebm-papst)

Ethercat wurde als Echtzeit-Ethernet-Protokoll speziell für den industriellen Einsatz entwickelt und ermöglicht eine sehr schnelle Übertragung großer Datenmengen zwischen den verschiedenen Komponenten eines Automatisierungssystems. Es ist flexibel skalierbar und dank Ringstruktur in der Kommunikation sowie dezentralem Aufbau sehr robust und unempfindlich gegenüber Störungen. Damit sich diese Vorteile für die Antriebstechnik nutzen lassen, sind jetzt auch die ECI-63 Innenläufermotoren aus dem modularen Antriebsbaukasten von EBM-Papst mit Ethercat-Schnittstelle verfügbar.

Dazu wurde im Elektronikmodul zusätzlich zur Leistungselektronik ein bewährter Controller für die Ethercat-Kommunikation untergebracht. Die Möglichkeiten der in der Ansteuerelektronik (K5) bereits integrierten Funktionen lassen sich jetzt auch komfortabel im Netzwerkverbund nutzen. Die Antriebe arbeiten dann unabhängig von der Steuerung komplette Programmabläufe selbstständig ab. In Verbindung mit einer Sicherheitssteuerung sorgt die ebenfalls in der Antriebselektronik integrierte, TÜV-zertifizierte STO-Funktion (Safe Torque Off) mit Performance Level D und SIL-2 für eine Drehmomentabschaltung in Gefahrensituationen, zum Beispiel bei mobilen Robotern oder fahrerlosen Transportsystemen.