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Control 2014 10. Sonderschau für berührungslose Messtechnik

| Redakteur: Sariana Kunze

Die Sonderschau "Berührungslose Messtechnik" im Rahmen der Control in Stuttgart, 6. bis 9. Mai 2014, feiert in diesem Jahr ein rundes Jubiläum. Bereits zum zehnten Mal in Folge werden neue Entwicklungen und zukunftsweisende Technologien aus dem Bereich der berührungslosen Mess- und Prüftechnik in diesem Format präsentiert.

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Innovative Ansätze für Bilderfassungssysteme.
Innovative Ansätze für Bilderfassungssysteme.
(Eyespec)

Die Sonderschau der Control hat sich in den letzten Jahren als Marktplatz sowohl bei den Ausstellern als auch bei den Messebesuchern etabliert und wird heuer auf 330 qm an zentraler Stelle in Halle 1 zu sehen sein. Die Sonderschau, deren Konzept es ist, auf konzentrierter Fläche eine Vielzahl unterschiedlicher Technologien zur berührungslosen und zerstörungsfreien Mess- und Prüftechnik vorzustellen, bietet Interessenten und potenziellen Anwendern zum einen eine erste Orientierungshilfe bei der Auswahl einer geeigneten Technologie zur Bewältigung eigener Prüfaufgaben. Denn die Performance und Flexibilität moderner Systeme wächst ständig. Immer größere Skalenbereiche werden abgedeckt und neue Anwendungsfelder erschlossen. Durch die rasante technische Entwicklung ist es für Anwender nicht einfach, sich am Markt zu orientieren und eine geeignete Auswahl im Hinblick auf den eigenen Bedarf zu treffen.

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Neben dieser ersten Orientierungshilfe bieten die Aussteller am Sonderschau-Stand auch komplette berührungslose Mess- und Prüfsysteme an, an denen auch Besucher mit konkreten Aufgabenstellungen Lösungsmöglichkeiten vorfinden. Einige Aussteller bieten zudem Live-Messungen am Messestand an. Die Besucher können so vor Ort mit eigenen Musterteilen die Möglichkeiten und Grenzen einer Technologie ausloten.

Fasergekoppeltes Terahertz-System für industrielle Anwendungen

Recendt zeigt ein fasergekoppeltes Mess- und Analysesystem auf Basis der Terahertz-Technologie. Mit dem System können sowohl Spektroskopie- als auch Gesamtschichtdicken-Messungen durchgeführt werden. Durch den fasergekoppelten Ansatz können der Messkopf und das Messsystem über mehrere Meter hinweg räumlich voneinander getrennt werden. Dadurch eignet sich dieses System insbesondere für den industriellen Einsatz. Um die Leistungsfähigkeit moderner Terahertz-Systeme zu verdeutlichen, können Sonderschau-Besucher vor Ort auch selbst Messungen durchführen.

Multispektrale Inspektionssysteme zur optischen Qualitätssicherung

Mit "EyeSpecMulti" und "EyeSpecEmbedded2 präsentiert die EyeSpec zwei spektral selektive Inspektionssysteme zur optischen Qualitätskontrolle. Im Gegensatz zur Erzeugung des multispektralen Merkmalsraums mittels spezieller Bildsensoren nutzen die Systeme die spektral optimierten Informationen aus vorab bestimmten, produktspezifischen Spektralcharakteristiken, um die Bilderfassungskomponenten für die entsprechenden Aufgaben zu optimieren. Während "EyeSpecMulti" für eine flexible Auswertung der Messdaten konzipiert wurde, zeichnet sich "EyeSpecEmbedded" durch die parallele Auswertung der multispektralen Daten aus und eignet sich dadurch insbesondere für HighSpeed-Anwendungen. Neben einem spektralen Messplatz wird ein online konfigurierbares optisches Inspektionssystem zur Verifizierung der spektralen Analysen präsentiert und eine Live-Vorführung anhand von Kundenproben durchgeführt.

Multi-Camera-basiertes Tracking-System zur Erfassung der Pose von Messsensoren

Das Institut i3mainz der Fachhochschule Mainz zeigt ein auf dem Verfahren des Multi-Camera Tracking (MCT) basierendes flexibles System zur präzisen Erfassung der Pose in 6 räumlichen Freiheitsgraden (DOF) eines Messsensors. Mithilfe der Posen-Information lassen sich mehrere Einzelmessungen eines bestimmten Sensors im Raum präzise in einem gemeinsamen räumlichen Kontext registrieren, die Messungen unterschiedlicher Sensoren präzise aufeinander beziehen oder es lässt sich ein Sensor an einer bestimmten Stelle im Raum positionieren, um die dort notwendigen Messungen zu erfassen. Allen diesen Aufgaben ist gemeinsam, dass ein Sensor mit hoher Präzision im Raum lokalisiert bzw. positioniert werden muss. Zu dieser Aufgabenstellung gibt es erprobte Lösungsansätze, bei denen allerdings oftmals Einschränkungen in Bezug auf Genauigkeit und Vielseitigkeit in Kauf genommen werden müssen. Die vorgestellte Lösung bietet demgegenüber Vorteile hinsichtlich Flexibilität, Skalierbarkeit und Genauigkeitspotenzial. Insbesondere bestehen keine Einschränkungen durch die Eigenschaften der beobachteten Oberfläche (Empfindlichkeit, Spiegelung, Transparenz). Ebenso wenig müssen die Messsensoren gemeinsame optische Merkmale aufweisen. Entsprechend werden auch keine Marker auf dem Objekt benötigt. Die Bestimmung der Pose erfolgt dabei über eine geeignete Zahl und Anordnung von verfolgenden Kameras und einem zu verfolgenden, kalibrierten Zielkopf als Referenzobjekt.

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