Selbstcoaching

10 Tipps zum selbstsicheren Ich

| Autor / Redakteur: Sabine Prohaska / Georgina Bott

Geplagt von Selbstzweifeln gehen viele Menschen mit „angezogener Handbremse“ durchs Leben, anstatt selbstbewusst ihr Schicksal in die Hand zu nehmen.
Geplagt von Selbstzweifeln gehen viele Menschen mit „angezogener Handbremse“ durchs Leben, anstatt selbstbewusst ihr Schicksal in die Hand zu nehmen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

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Viele Menschen plagen permanent Selbstzweifel. Sie gehen sozusagen mit „angezogener Handbremse“ durch das Leben, statt ihr Schicksal selbstbewusst in die Hand zu nehmen. Wir geben Zehn Tipps, wie man mehr Spaß am Leben und Erfolg bei der Arbeit hat.

1. Sich treu sein und bleiben

„Ich hätte gerne auch ...“ oder „Ich wäre gerne wie ...“. Solche Gedanken plagen viele Menschen. Sie blicken voller Neid auf andere. Denn schon als Kinder wurden sie oft verglichen: „Schau, wie gut der Klaus in der Schule ist.“ „Die Carla, die ist immer so freundlich.“ Dieses Sich-Vergleichen verinnerlichen viele Menschen. Die Folge: Ihr Selbstwertgefühl sinkt. Durchbrechen Sie diesen Teufelskreislauf. Sagen Sie ja zu Ihrer Persönlichkeit, denn jeder Mensch ist einzigartig. Stehen Sie zu Ihren Ecken und Kanten. Denn nur wer Profil zeigt, ist für seine Mitmenschen interessant.

2. Selbstbewusst sein

Denken Sie oft endlos über Fehler nach? Machen Sie sich häufig Selbstvorwürfe? Hören Sie auf mit diesem Negativ-Denken, denn es schwächt Ihr Selbstwertgefühl. Machen Sie sich das Positive in Ihrem Leben bewusst. Erinnern Sie sich an die Herausforderungen, die Sie schon gemeistert haben. Zum Beispiel den Berufseinstieg, die Partnersuche, eine Lebenskrise. Sie werden überrascht sein, wie viele „Siege“ Sie schon errungen haben. Und lassen Sie vor Ihrem geistigen Auge die schönen Erlebnisse Revue passieren. Auch das stärkt Ihr Selbstbewusstsein.

3. Sichtbar sein

Viele Menschen stellen ihr Licht unter den Scheffel – und klagen dann über mangelnde Anerkennung. Sie übersehen: Anerkennung und Aufmerksamkeit erntet nur, wer sich und seine Leistungen sichtbar macht. Verlassen Sie also Ihr (geistiges) Versteck. Denn nur wer sich zeigt, kann beachtet und geachtet werden.

4. Sich wirkungsvoll kleiden

Kleider machen Leute – diese Erfahrung sammeln wir oft. Zum Beispiel, wenn wir statt im Freizeitlook mal im Anzug oder Kostüm ein Geschäft aufsuchen. Sofort reagieren die Verkäufer anders. Denn wenn wir „gut“ gekleidet sind, wirken wir nicht nur anders: Wir verhalten uns auch anders. Entsprechend reagiert unsere Umwelt.

Doch Vorsicht! Die Kleidung muss zu Ihnen passen. Sie sollen sich kleiden und nicht verkleiden. Achten Sie auch auf solche Dinge wie Ihre Frisur oder Brille. Auch hiermit senden Sie Signale aus. Spielen Sie hiermit.

5. In die Flirt-Offensive gehen

Scheuen Sie sich, (fremde) Menschen anzusprechen. Warum? Springen Sie doch einfach mal ins kalte Wasser. Versuchen Sie es – zum Beispiel an der Ladenkasse. Oder im Fahrstuhl. Oder an der Bushaltestelle. Sie werden merken: Fast alle Menschen reagieren positiv hierauf. Und Sie ernten so manch freundliches Wort und Lächeln, das Ihnen das Leben versüßt.

6. Sich selbst etwas gönnen

Viele Menschen gönnen sich selten etwas – sei es als Belohnung oder Trost. Warum diese Askese? Warum nicht eine Tafel Schokolade verspeisen, selbst wenn die Waage schon ein, zwei Kilo zu viel anzeigt? Dann gehen Sie eben am nächsten Tag joggen. Seien Sie nicht so streng mit sich. Stehen Sie zu Ihren kleinen Schwächen. Dann strahlen Sie auch mehr Lebenslust und -freude aus – und sind für andere Menschen attraktiver. Denn niemand verbringt seine Zeit gerne mit einem „Trauerkloß“.

7. Zur eigenen Meinung stehen

„Ja, nichts Falsches sagen.“ „Ja, nicht anecken.“ Diese Maxime haben viele Menschen verinnerlicht. Beispielsweise, weil sie befürchten: „Wenn ich meiner Kollegin widerspreche, dann mag sie mich nicht mehr.“ Oder: „Wenn ich meine Wünsche klar artikuliere, dann verlässt mich mein Partner.“ Doch Hand aufs Herz: Was ist eine Beziehung wert, in der Sie sich verbiegen müssen? Wenig!

Stehen Sie also zu Ihrer Meinung und Ihren Bedürfnissen. Dann bieten Sie Ihren Mitmenschen zwar mehr Angriffsfläche, Sie eröffnen ihnen jedoch auch die Chance, mit Ihnen in einen lebendigen Dialog zu treten.

8. Zum eigenen Erfolg ja sagen

„Bilde dir darauf nichts ein.“ „Glaube nicht, du wärst etwas Besseres.“ Solche Sprüche hörten viele Menschen als Kinder. Die Folge: Sie heben sich ungern positiv von der Masse ab. Und bewundert sie jemand, dann relativieren sie ihre „Erfolge“ statt die Anerkennung zu genießen. Was spricht dagegen, auch mal zu sagen: „Ja, ich bin beruflich erfolgreich.“ „Ja, ich habe eine gute Figur.“ „Ja, meine Kinder sind toll.“ Deshalb sind Sie noch lange kein „Protz“.

9. Ab und zu etwas Neues wagen

Sie bevorzugen seit Jahren denselben Kleidungsstil? Sie essen stets beim Italiener? Sie praktizieren schon ewig denselben Sport? Dann probieren Sie mal etwas Neues aus. Denn nur, wer ab und zu – bewusst – mit Gewohnheiten bricht, sammelt neue Erfahrungen und entdeckt schlummernde Talente in sich.

Auch Beziehungen werden fad, wenn man nicht ab und zu etwas Neues wagt. Ein Beispiel: Sie sitzen abends regelmäßig auf dem Sofa und sehen mit Ihrem Partner fern. Dann nehmen sie sich einfach vor: Künftig gehen einmal pro Woche gemeinsam aus – ins Kino, ins Restaurant, ins Theater. Ich verspreche Ihnen: In Ihre Beziehung kommt neuer Schwung.

10. Öfter „Nein“ sagen

Sagen Sie (fast) nie „Nein“, wenn andere Sie um etwas bitten – aus Angst, sich Sympathien zu verscherzen? Wenn ja, dann sind Sie schnell der „Laufbursche“ Ihrer Umwelt. Und Sie fühlen sich auch so.

Sabine Prohaska ist Inhaberin des Trainings- und Beratungsunternehmens seminar consult prohaska.
Sabine Prohaska ist Inhaberin des Trainings- und Beratungsunternehmens seminar consult prohaska. (Bild: Die PRofilBerater)

Über den Autor

Die Wirtschaftspsychologin Sabine Prohaska ist Inhaberin des Beratungsunternehmens seminar consult prohaska, Wien. Sie ist unter anderem Autorin des Buchs „Lösungsorientiertes Selbstcoaching: Ihren Zielen näherkommen – Schritt für Schritt“.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal Marconomy.de.

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