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VDMA Robotik + Automation 12 Milliarden Euro Branchenumsatz angepeilt

| Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

In Deutschland hat die Robotik- und Automationsbranche im vergangenen Jahr mit einer Umsatzsteigerung von 9 Prozent auf 11,4 Mrd. Euro ein neues Rekordergebnis erzielt. Wie der VDMA Robotik + Automation jetzt mitteilte, rechnet man auch für 2015 mit einem Umsatzplus von 5 Prozent.

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Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Robotik + Automation: „Mensch und Roboter sind eine unschlagbare Kombination.“
Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Robotik + Automation: „Mensch und Roboter sind eine unschlagbare Kombination.“
(Bild: VDMA / Tristan Ršsler l Fotograf Frankfurt)

„Der Einsatz von Robotik und Automation bietet bedeutende Chancen für eine stabile wirtschaftliche Entwicklung, wertige und ergonomische Arbeitsplätze sowie sichere und erschwingliche Produkte“, sagte Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Robotik + Automation auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt. „Sorgen vor einer Zukunft, in der Roboter Menschen die Arbeitsplätze wegnehmen, sind unbegründet. Mensch und Roboter sind eine unschlagbare Kombination. Selbst anderslautende Sensationsmeldungen können darüber nicht hinweg täuschen“, sagte Schwarzkopf. Schließlich haben Roboter weltweit in den vergangenen Jahren erheblich zum wirtschaftlichen Wachstum und Wohlstand beigetragen.

„Die Aussichten stehen gut, dass wir bis zum Jahresende die Marke von 12 Milliarden Euro Branchenumsatz erreichen“, sagte Hans-Dieter Baumtrog, Vorsitzender des Vorstands von VDMA Robotik + Automation. In den ersten vier Monaten 2015 lag der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11 Prozent höher. Nachfrage kam vor allem aus dem Ausland. Schon 2014 hatten die Exporte einen Anteil von 55 Prozent erreicht. Größter Absatzmarkt ist China. Dort wird zunehmend in Automatisierungstechnik investiert, um künftig in technologisch anspruchsvolle Märkte vordringen zu können.

Kein Paradox – Roboter und Jobs

Beispiel deutsche Automobilindustrie: Diese mit Abstand größte Kundenbranche weitete ihren Bestand an Industrierobotern in Deutschland von 2010 bis 2014 um 15 Prozent auf 92.000 Einheiten aus. Im selben Zeitraum erhöhte sie die Zahl der Beschäftigten um 10 Prozent auf 775.000. Die Automationsangst vor der Substitution des Menschen ist damit unbegründet. Inzwischen ist in vielen Fällen auch die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine möglich. Die Roboter werden mithilfe von Sensorik so sicher gemacht, dass sie ohne Schutzzäune auskommen.

Beispiel Nordamerika: Das Land holt seine Industrien zurück, die es Jahre zuvor in Billiglohnländer ausgelagert hatte. Die Amerikaner erkannten, dass eine starke industrielle Basis wichtig für konsistentes Wachstum ist. Diese Re-Industrialisierung ist aber nur möglich, weil die Unternehmen durch Einsatz von Automation wettbewerbsfähig geworden sind.

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