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SENSOR+TEST 2015

176 Sensoren und Systeme für die Mess- und Prüftechnik

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Die ersten Tablet-Oszilloskope

Der deutsche Hersteller ALLDAQ zeigt auf der SENSOR+Test 2015 in Nürnberg este Tablet-Oszilloskope. Sämtliche Funktionen können durch Wischen und Tippen bedient werden. Das große 10,1-Zoll-Display gewährleistet eine klare und übersichtliche Darstellung.

Handheld-Oszilloskope eignen sich für Messungen im Labor und im Wartungseinsatz, wiegen 1,4 kg und sind 60 mm dünn. Sie besitzen einen 5,7-Zoll-Touchscreen und eine integrierte Funktion als Oszilloskop, Multimeter und Rekorder. Die beiden Oszilloskop-Eingänge und der Multimeter-Eingang sind untereinander elektrisch isoliert (ALLDAQ - a division of ALLNET GmbH, Germering).

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Präzise Messmodule

Mit einem ein- und vierkanaligen 24-Bit-Ladungsverstärker kann man piezoelektrische Kraft-, Druck- und Beschleunigungssensoren in NI CompactRIO-Anwendungen integrieren. Bisher musste man für die Steuerungs- und Regelaufgaben immer einen externen Verstärker vorschalten, der die Ladungssignale in Spannungswerte umwandelt. Je nach Ladungsbereich können jetzt Signale bis zu 20 kHz bei einer Sample-Rate bis zu 50,78 kSps erfasst werden. Im unteren Frequenzbereich bietet das Modul die Möglichkeit, langsame Kraftverläufe und quasistatische Messungen nahe 0 Hz zu erfassen (Kistler Instrumente GmbH, Ostfildern).

Neue Präzisionsmessmodule für die Schall- und Schwingungsanalyse haben acht oder 16 Analogeingänge für den Direktanschluss von IEPE-/ ICP-Sensoren wie z.B. Messmikrofone oder Beschleunigungssensoren, zwei 32-Bit-Analogausgänge, digitale I/Os, einen 32-Bit-Tachoeingang und drei Zähler. Über einen Sync-Port lassen sich vier weitere Module zu einem leistungsfähigen Schwingungsmesssystem mit bis zu 64 synchronen Eingängen verbinden (Data Translation GmbH, Bietigheim-Bissingen).

Ein anderer Hersteller zeigt ein mobiles Komplettsystem zur Datenerfassung mit sechs dynamischen Kanälen (Soundtec GmbH, Göttingen).

Die Magnetfeldverteilung von Permanentmagnet-Rotoren kann man mit einem 3-Achsen-Motorscan mit eingebauter Minicube Magnetfeld-Kamera über die volle Rotoroberfläche mit hoher Auflösung in radialer und axialer sowie beliebigen Winkelrichtungen messen (MagCam NV, Leuven, Belgien).

Der kleinste intelligente Batteriesensor hat eine Bauhöhe von 0,85 mm und eine Fläche von 5 mm x 5 mm. Er verfügt über zwei hochpräzise 18-Bit-Sigma/Delta-ADCs mit integrierter Spannungsreferenz und verbraucht im Sleep Mode weniger als 100 μA. Neben der Start/Stopp-Automatik für den Automotive-Bereich kann der Sensor auch in industriellen und medizinischen Systemen eingesetzt werden (Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden).

Sensoren für Überwachungsaufgaben

Als Brückenmodul für statische und dynamische Dehnungsmessungen und Strukturanalysen in Luft- und Raumfahrt ist ein Datenlogger ausgelegt, an den acht Dehnungssensoren je Modul als Viertel-, Halb- oder Vollbrücke geschaltet werden können (m+p international Mess- und Rechnertechnik GmbH, Hannover).

Auf Langzeitmessungen an Bauwerken wie Brücken, Gebäuden oder Gleisanlagen (Unterbau) sowie zum Erfassen und Überwachen von Umweltbedingungen ist ein dezentrales Messsystem spezialisiert. Die Geräte sind mittels LAN vernetzt und zur Beobachtung der unterschiedlichsten Messgrößen verfügbar (BMC Messsysteme GmbH, Maisach).

Speziell für geologische und geophysikalische Messungen entwickelt wurde ein mobiles Messsystem zum autarken Erfassen, Speichern und Bewerten von seismischen Daten (optiMEAS GmbH, Friedrichsdorf).

Ein Hersteller verspricht ein kostengünstiges Ortungs- und Navigationssystem in Innenräumen. Verwendet werden Sensormodule und Wi-Fi Accesspoints, mit denen Anwender eigene Tracking- und Ortungsapplikationen aufbauen können.

Das System hat Genauigkeitsstufen von ±2 cm bis ±1 m. Anwendungsbereiche sind große Industrie- und Logistikhallen, Material-Handling-Aufgaben, Produktionslinien, Tool-Tracking sowie autonome Fahrzeug- und Transportsysteme (Quantitec GmbH, Hofheim a.Ts.).

Aufgrund ihrer Kosten und der Baugröße wurden Radarsysteme bislang nur bedingt eingesetzt. Das Fraunhofer-Institut zeigt jetzt ein kompaktes und modular aufgebautes W-Band-Radar, mit dem kleine Objekte aus der Distanz auch bei stark eingeschränkter Sicht mit einer Messauflösung bis zu 20 μm detektiert werden können. Einsatzgebiete sind Objektidentifikation, Objektschutz, Hinderniserkennung und Kollisionsvermeidung (Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automation IPA, Stuttgart).

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