SENSOR+TEST 2015

176 Sensoren und Systeme für die Mess- und Prüftechnik

| Redakteur: Ines Stotz

Sensoren zur Messung der Luftqualität

Ein weiterer Schwerpunkt bei den Gassensoren liegt in diesem Jahr auf dem Thema Luftqualität. Ein preisgünstiges Komplettsystem erfasst hier die CO2-Konzentration und optional die Sauerstoffkonzentration (Oriental System Technology Inc., Hsinchu, Taiwan).

Gleich zwei Superlative reklamiert ein japanischer Hersteller für sich: den kleinsten Luftgütesensor mit einer Größe von 3,2 mm x 2,5 mm x 0,99 mm und den mit dem geringsten Energieverbrauch von 15 mW. Anwendungsbereiche sind Heim- und Büroanwendungen zur Überwachung von Luftfiltern, Klimaanlagen und Lüftungsgebläsen (Figaro Engineering Inc., Osaka, Japan).

Raumfühler werden für den bedarfsgeregelten Betrieb von Lüftungsanlagen benötigt. Sie messen den Kohlendioxidgehalt und die Temperatur der Luft. Für die CO2-Messung wird ein Carbocap-Sensor der zweiten Generation mit einer neuartigen Microglow-Lichtquelle verwendet. Der interne Referenzabgleich des CO2-Sensors stellt die höchste Stabilität auch in viel besuchten Gebäuden sicher, ohne dass häufig nachjustiert werden müsste (Vaisala Oyj, Vantaa, Finnland).

Weitere Feuchte- und Temperaturmesswertgeber desselben Herstellers sind für schwer zugängliche Bereiche, für Hochdruck- und Vakuumanwendungen oder Anwendungen mit hohen Temperaturen konzipiert. Einsatzgebiete sind Reinräume, pharmazeutische Prozesse und Schwimmbäder sowie Vakuumkammern und Backöfen (Vaisala Oyj, Vantaa, Finnland).

Die MEMS-Sensoren eines rumänischen Herstellers messen Kohlendioxid und Methan (Vaisala Oyj, Vantaa, Finnland).

Messtechnik

Mess- und Prüftechnik füllt auf der SENSOR+TEST nicht nur eine eigene Messehalle, sondern ist naturgemäß auch bei vielen Anbietern von Sensorik direkt zu finden. Die Angebotspalette reicht von komplexen Messsystemen für Prüfstände, zur dezentralen Überwachung von Bauwerken, Maschinen und Anlagen bis zu Handmessgeräten oder Geräten zur Prozessinstrumentierung.

Nicht zu vergessen ist die mobile Messtechnik, hauptsächlich für den Einsatz in der Fahrzeugentwicklung. Letztere können Besucher auch live auf Versuchsfahrten kennen lernen.

Den Wünschen vieler Anwender nach möglichst vielen Kanälen, schneller Abtastrate und präzisen Messergebnissen kommt ein USB-Messmodul entgegen. Es hat 32 Analogeingänge, einen 1 MHz A/D-Wandler und 20 Bit A/D-Auflösung. Zusätzlich dazu gibt es noch 32 digitale I/O-Kanäle und fünf Counter/Timer (Data Translation GmbH, Bietigheim-Bissingen).

Schwingungsanalyse und pulsierende Druckmessung

Ein Messverstärker für dynamische Messungen mit piezoelektrischen Sensoren arbeitet ebenfalls mit einem 24 Bit A/D-Wandler. Für Schwingungsanalysen oder pulsierende Druckmessungen sind die Verstärker als Einkanal- oder Vierkanal-Version via Ethernet per Web-Browser erreichbar (Kistler Instrumente GmbH, Ostfildern).

Auch SMT-Messverstärker entwickeln sich weiter. Ein Hersteller rüstet seine Messverstärker zur Signalkonditionierung für Stromsignale und IEPE-Sensoren aus. Einzeln galvanisch getrennte Messkanäle und Abtastraten von 100 kSPS/Ch sowie einstellbare FIR-Filter sind weitere Features (Softing Messen & Testen GmbH, Kirchentellinsfurt).

Ein hochintegriertes digitales I/O-Gerät zeigt ein weiterer Hersteller in Nürnberg. An je 16 digitalen Eingängen und Ausgängen können Spannungen (max. 32 V) und Ströme (250 mA pro Ausgang) galvanisch getrennt erfasst und ausgegeben werden. Interessant sind außerdem die beiden 32 Bit-Zähler mit Quadratur-Dekoder, die über die ersten Digitaleingänge erreichbar sind (BMC Messsysteme GmbH, Maisach).

Zweikanalige-Funktionsgeneratoren mit LXI-fähiger LAN-Schnittstelle und der USB-Port erleichtern die Integration in individuelle Messsysteme. Die beiden Kanäle können zentral oder einzeln bedient oder eingestellt werden, was das Modulieren kanalunabhängiger Signale für AM, FM, PWM, Sum, FSK, BPSK und PRBS erleichtert (Telemeter Electronic GmbH, Donauwörth).

Ein Chip für die hochgenaue Signalverstärkung und sensorspezifische Messwertkorrektur bei hochresistiven Brückensensoren sowie für die Datenerfassung bei Thermoelementen zeigt ein anderer Hersteller. Die Ausgabe der Messwerte erfolgt digital über SENT 3.0 oder I2C (Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden).

Bei einen Datenlogger mit 5,7-Zoll-Touchscreen erfolgt die Bedienung über Icons. Mess-, Spitzen-, Mittel- und Grenzwerte können in Listen, Balken- und Liniendiagrammen angezeigt werden. An zehn galvanisch getrennte Messeingänge können sowohl Analogsensoren als auch digitale Sensoren angeschlossen werden.

Dafür steckt dann in deren Anschlussstecker ein eigener Prozessor mit A/D-Wandler, der bis zu zehn Kanäle für Mess- und Funktionswerte, insbesondere für Mehrfachfühler und für die Anbindung komplexer Fremdgeräte wie z.B. chemische Analysatoren oder Energieanalysatoren speichern kann. Sie arbeiten parallel zur sensorspezifischen Messrate und erreichen dadurch hohe Übertragungsraten (Ahlborn Mess- und Regelungstechnik GmbH, Holzkirchen).

Einen Handheld-Datenlogger für die drahtlose Übertragung von Daten präsentiert ein weiteres Messtechnikunternehmen auf der SENSOR+TEST. Das Gerät kann Messdaten sowohl über Peer-to-Peer-, LAN- oder WAN-Verbindungen an Mobilgeräte oder PCs übertragen.

Damit erhalten Gärtner und Landwirte einen schnellen Überblick, ob die für das Pflanzenwachstum essenziellen Parameter Temperatur, Feuchtigkeit, Kohlendioxidgehalt sowie Beleuchtungs- und UV-Stärke auch eingehalten werden. Für die Auswertung dieser Messgrößen auf dem Endgerät bietet der Hersteller eine spezielle Software an (ALTHEN GmbH Mess- und Sensortechnik, Kelkheim).

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